Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 141

Die Geigen und Lautenmacher, 1922

7 lines. Read by computer on 23 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 137. See the scan on archive.org.

1nissen, die es ihm schließlich ermöglichten, sich in die erste Reihe der englischen Geigenmacher der Gegenwart zu stellen. In J. B. Wilkinson und A. Warrik, einem Schüler Chanots, und dem jungen G. L. Dykes, dem Sohne des bedeutenden Geigenhändlers Harry Dykes, besitzt er allerdings sehr beachtenswerte Konkurrenten, neben denen A. W. Priestley, M. Stephenson und J. Wade noch wenig hervortreten. Vielleicht wird auch W. E. Smith in dem nahe gelegenen Witherby noch von sich reden machen.
3Nur aus vereinzelten Werken, die ein abschließendes Urteil nicht zulassen, sind die am Ende des 18. Jahrhunderts vorkommenden Namen von Thomas Haxby (Hardy?) und John Preston in York bekannt geworden. Eine Nachfolge hatten sie in der altertümlichen Bischofstadt nicht.
5In Manchester waren die reichen Kaufleute so sehr daran gewöhnt, alles, was Kunstinteressen diente, »von auswärts zu beziehen«, daß Geigen- und Lautenmacher hier keine Seide spinnen konnten. Im 18. Jahrhundert kommt nur ein Richard Hewit vor, der wenig leistete. N. Thorley, der in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts tätig und nicht ungeschickt war, verdiente nicht das Salz auf sein Brot. Trotzdem ließ sich William Tarr einfallen, sich hier einzurichten; er mußte aber den dürren Boden erst urbar machen, und als er verzweifelte, ob ihm das gelingen würde, sattelte er um und wurde Photograph. Als solcher bekam er aber mehr Geigen zu machen, als Menschen abzubilden, und so kehrte er schließlich in seine ursprüngliche Werkstatt zurück. Am meisten wurde er als Baßmacher in Anspruch genommen, und daher sind Kontrabässe auch das Beste, was von ihm nachgeblieben ist. Auch George Craske hielt sich vorübergehend in Manchester auf, und bei beiden ging James Cole in die Lehre, ohne bei ihnen mehr zu lernen, als unumgänglich nötig war. Mit den gleichen Kenntnissen, die er sich bei William Booth jun. in Leeds geholt, kam Edward P. J’Anson aus. Henry Whiteside ging vom Stainer-Modell zu Stradivari über, behielt aber die F-Löcher der deutschen Meister dauernd bei: H. Woodney ist mir nur durch eine leidlich gute Viola bekannt geworden, auch von Robinson kann ich nur den Namen anführen, und William Hargreaves war lediglich ein begabter Amateur. Erst der 1835 geborene Walter H. Mayson, der ursprünglich Kaufmann war und keine regelmäßige Lehrzeit durchgemacht, aber ein angeborenes Talent mitgebracht hat, das er durch unablässiges Studium zum Reifen brachte, rang sich in Manchester zu wahrer Künstlerschaft durch. Er entfernte sich nur so weit von seinen Cremoneser Vorbildern, als er es in Anbetracht der heutigen Wünsche der Geiger für zweckmäßig hielt, und bewies gerade dadurch seine Selbständigkeit. Bald nach seinem Aufreten kam George A. Chanot, der Sohn von George (II) in London und der Enkel und Großneffe von George I und von Francis Chanot in Paris, also der Sprößling einer berühmten Familie, und ließ sich in Manchester nieder. In seinem Stil erkennt man seine französische Abstammung noch immer, da er die Familientradition noch dadurch aufgefrischt hat, daß er seine Ausbildung bei seinem Oheim J. Chardon in Paris abschloß. Sein talentvoller Schüler ist Thomas Earle Hesketh, der seit 1891 selbständig ist und sich inzwischen vielfach bewährt hat. Andere, weniger bedeutende Geigenmacher sind James Carrol, dessen flaches Modell gewisse Vorzüge aufweist, Thomas Anyon, Joseph Booth, E. Pycroft, Johnson, Edward Crompton, W. Irlam und Paul Vogt, von denen immerhin einzelne recht hübsche Geigen vorkommen. In Salford, der Schwesterstadt Manchesters, baute um 1850 J. Hambleton gute Violoncelli, und in dem nahe gelegenen Failsworth hat sich der Autodidakt Thomas Thorley, ein Enkel des Manchester Meisters, durch gut spielbare Geigen verdient gemacht. one of two readings
6In Manchester waren die reichen Kaufleute so sehr daran gewöhnt, alles, was Kunstinteressen diente, »von auswärts zu beziehen«, daß Geigen- und Lautenmacher hier keine Seide spinnen konnten. Im 18. Jahrhundert kommt nur ein Richard Hewit vor, der wenig leistete. N. Thorley, der in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts tätig und nicht ungeschickt war, verdiente nicht das Salz auf sein Brot. Trotzdem ließ sich William Tarr einfallen, sich hier einzurichten; er mußte aber den dürren Boden erst urbar machen, und als er verzweifelte, ob ihm das gelingen würde, sattelte er um und wurde Photograph. Als solcher bekam er aber mehr Geigen zu machen, als Menschen abzubilden, und so kehrte er schließlich in seine ursprüngliche Werkstatt zurück. Am meisten wurde er als Baßmacher in Anspruch genommen, und daher sind Kontrabässe auch das Beste, was von ihm nachgeblieben ist. Auch George Craske hielt sich vorübergehend in Manchester auf, und bei beiden ging James Cole in die Lehre, ohne bei ihnen mehr zu lernen, als unumgänglich nötig war. Mit den gleichen Kenntnissen, die er sich bei William Booth jun. in Leeds geholt, kam Edward P. J'Anson aus. Henry Whiteside ging vom Stainer-Modell zu Stradivari über, behielt aber die F-Löcher der deutschen Meister dauernd bei: H. Woodney ist mir nur durch eine leidlich gute Viola bekannt geworden, auch von Robinson kann ich nur den Namen anführen, und William Hargreaves war lediglich ein begabter Amateur. Erst der 1835 geborene Walter H. Mayson, der ursprünglich Kaufmann war und keine regelmäßige Lehrzeit durchgemacht, aber ein angeborenes Talent mitgebracht hat, das er durch unablässiges Studium zum Reifen brachte, rang sich in Manchester zu wahrer Künstlerschaft durch. Er entfernte sich nur so weit von seinen Cremoneser Vorbildern, als er es in Anbetracht der heutigen Wünsche der Geiger für zweckmäßig hielt, und bewies gerade dadurch seine Selbständigkeit. Bald nach seinem Aufreten kam George A. Chanot, der Sohn von George (II) in London und der Enkel und Großneffe von George I und von Francis Chanot in Paris, also der Sprößling einer berühmten Familie, und ließ sich in Manchester nieder. In seinem Stil erkennt man seine französische Abstammung noch immer, da er die Familientradition noch dadurch aufgefrischt hat, daß er seine Ausbildung bei seinem Oheim J. Chardon in Paris abschloß. Sein talentvoller Schüler ist Thomas Earle Hesketh, der seit 1891 selbständig ist und sich inzwischen vielfach bewährt hat. Andere, weniger bedeutende Geigenmacher sind James Carrol, dessen flaches Modell gewisse Vorzüge aufweist, Thomas Anyon, Joseph Booth, E. Pycroft, Johnson, Edward Crompton, W. Irlam und Paul Vogt, von denen immerhin einzelne recht hübsche Geigen vorkommen. In Salford, der Schwesterstadt Manchesters, baute um 1850 J. Hambleton gute Violoncelli, und in dem nahe gelegenen Failsworth hat sich der Autodidakt Thomas Thorley, ein Enkel des Manchester Meisters, durch gut spielbare Geigen verdient gemacht. one of two readings

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