Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 298

Die Geigen und Lautenmacher, 1922

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1troffen in der künstlerischen Ausschmückung seiner Geigen und Lauten, worin allerdings ihr Hauptvorzug bestand. Er machte, wie das nicht anders zu erwarten war, Schule, und Hans Christoph Fleischer, der nur drei Jahre nach Joachim Tielke Bürger wurde, stand ganz sicher unter seinem Einflusse. Man darf diesen Meister für den Schwager Tielkes halten, und daß er sich gleichfalls eines weitreichenden Rufes erfreute, beweist das Vorkommen seiner Arbeiten schon in alter Zeit in Holland. Er hinterließ zwei Söhne, Johann Christoph und Carl Conrad, die seine Schüler gewesen sein werden und von denen namentlich der ältere ein ausgezeichneter Meister wurde, der, wie sein Vater, auch Klavierinstrumente erfand und baute. Über sie und ihre Kämpfe mit der Tischlerzunft, die namentlich die zu Klavieren nötigen Holzarbeiten als in ihre Gerechtsame fallend betrachtete, ist manches Schriftstück aufbewahrt, dagegen ist von Balthasar Rantzeler, ihrem Zeitgenossen, und von Johann Ulrich Beuthner nichts weiter nachzuweisen als eben der Name. Besser ist man bei Jakob Heinrich Goldt wenigstens insofern daran, als mehrere treffliche Arbeiten von ihm erhalten sind. Berichten die Urkunden nichts über ihn, so lassen ihn seine Werke als einen sehr begabten Schüler Tielkes erkennen.
3Von den Instrumentenmachern Abraham v. Driel, Jean Toussaint, Christian Zelle und C. A. Stüwe und von dem Violenmacher Hans Schutte weiß man, daß sie im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts das Bürgerrecht erworben haben, aber man kennt keine Werke von ihnen, während wieder von Martin Voigt, der wahrscheinlich ein Schüler Tielkes war, wohl eine schöne Arbeit bekannt ist, aber alle urkundlichen Belege seiner Existenz fehlen. Dasselbe ist merkwürdigerweise auch bei Daniel Raetzen der Fall, der, nach einer erhaltenen Altviola von 1732 zu urteilen, zu den geschicktesten Hamburger Meistern gehört haben muß, sowie bei Johann Ernst Jani (?) von dem Ernst Geißer in St. Petersburg eine gute Geige besaß. Ein Schüler Tielkes muß auch Magnus Andreas Meyer gewesen sein, der im Jahre 1733 als Bürger aufgenommen wurde und bis über die Mitte des 18. Jahrhunderts tätig war. Er machte schon als Lehrling seinem Meister Freude und hat namentlich sehr gute Violoncelli gebaut. Weniger tüchtig war Wohlert Hinckelmann. Andere Instrumentenmacher, wie die Mitglieder der Familie Koch oder Joh. Christ. Gerlach, waren wahrscheinlich ausschließlich Klaviermacher, was ich auch von Joh. Christ. Krogmann, H. W. Jungcurth, C. F. Schott und G. H. A. Franck annehmen möchte. Der einzige Geigenmacher, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts bessere Arbeiten zustande brachte, war Michel Christopher Hildebrandt; dieser aber hat seine Kunst nicht regelrecht erlernt, denn er war ursprünglich Formschneider und hatte Stempel für Kattunfabriken geschnitten. Seine dadurch erlangte Handfertigkeit half ihm, als er durch den Violoncellisten B. Romberg ermuntert wurde, sich dem Geigenbau zu widmen, sich leicht in diesen Berufswechsel zu finden. Er hatte auch das Glück, Anerkennung zu ernten, die, wie es scheint

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