Scan 115
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Caussin, François. — Neufchâteau (Vogesen). 1845. 1881.
2Ein geschickter Nachahmer der Italiener, der seine Geigen sehr hübsch ausführte und besonders geschickt war, den alten Lack mit all' seinen zufälligen Mängeln zu imitiren. Er baute meist nach einem kleinen Modell. Er kam alljährlich mit seinen Geigen nach Paris, und da sie auch gut im Ton waren, brachte er sie leicht an Händler an. Gar Mancher, der sich im Besitze einer echten Cremoneser wähnt, hat nur eine «Caussin». Es soll auch einen Nicolas Caussin gegeben haben.
4Caussin. — Rouve-la-Chétive (bei Neufchâteau). 1845. 1870.
5Aelterer Bruder von François C., der fast ausschliesslich für den Letzteren arbeitete.
7Cavaleri, Giuseppe. — Genua. — 1737.
8Man kennt Geigen von ihm; wenn sie nur selten vorkommen, so liegt es daran, dass die Händler seine Arbeiten gerne mit berühmteren Namen versehen haben.
10Cavalli, Aristide. — Cremona. Geb. 12. April 1856 in Cremona.
11Sohn von Savino C. und Schüler von G. Beltranni, dessen Nachfolger er auch 1882 wurde. Er baut hauptsächlich Violinen nach eigenem Modell. Seine Arbeit erinnert an die Beltranni's und Cerutti's. Er weicht jedoch von seinen Vorbildern in den Umrisslinien und den Stärkeverhältnissen stellenweise ab. Sein Lack ist recht gut. Er führt das Ladenschild: «Claudio Monteverdi». (Schöpfer des Musikdramas 1567—1643).
13Cavalli, Savino. — Cremona. 1850. † 1861.
14Tüchtiger Musiker, der auch einige gute Violinen gebaut hat.
16Cavallini & Figlio, Luigi. — Arezzo.
17Streich- und Blasinstrumentenmacherfirma der Gegenwart. An manchen ihrer Mandolinen sitzen die Wirbel in einer halbrunden Metallscheibe.
19Cavolorio (Cavalerio ?). —
20Vidal nennt einen Geigenmacher dieses Namens und gibt 1725 als Jahreszahl und Genf als Ort an. Sollte nicht Cavaleri und Genua gemeint sein?
22Cavani, Giovanni. — Spilamberto (Modena). Geb. 13. Aug. 1851.
23Sohn von Domenico C. und Teresa geb. Merli. Geschickter Streichinstrumentenmacher und nicht minder tüchtiger Glockengiesser. Als Sohn eines Tischlers, der als Dilettant auch Musikinstrumente machte, kam er zuerst darauf, sich im Geigenbau zu versuchen, und ohne einen anderen Lehrer gehabt zu haben, brachte er es zu einer grossen Fertigkeit sowohl im Neubau als in der Reparatur. Er besitzt mehrere Medaillen und ist Lieferant der Conservatorien in Parma und Bologna. Medaille 1901. Vgl. A. G. Spinelli, Giov. Cavani.
25Cecco s. Ceko.
27Čejka, Johann.. — Oedenburg. † um 1879.
28Sohn von Jos. Č.
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