Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 116

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

26 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 94. See the scan on archive.org.

1Čejka, Josef. — Saar. Prag. Chrudim. Geb. um 1779 in Saar (Žd’ár in Mähren), † 7. Aug. 1859 in Chrudim.
3Er scheint in Prag gelernt zu haben; wenigstens ist eine von ihm gebaute Geige, die er dort in seinem 18. Jahre gemacht hat, bekannt. Er lebte dann bis etwa 1837 in Saar, wo er sich auch mit Franziska Vorliček verheirathete. Ende 1837 erlangte er das Bürgerrecht der kgl. Leibgedingstadt Chrudim, doch scheint er auch hier als Geigenmacher nicht auf seine Rechnung gekommen zu sein, da er nebenbei noch einen „Kleinhandel“ betreiben musste. Seine Geigen waren sauber gearbeitet und klangen gut.
5Čejka, Severin. — Chrudim. 1851. † 4. Juni 1901.
7Jüngster Sohn von Joseph Č. Musikinstrumentenmacher.
9Ceko (Cecco), Cristoforo. — Venedig. 1654.
10Lauten- und Violenmacher dritten Ranges.
12Celani, Emilio, gen. il Turco. — Ascoli, Picene. 1880. 1894.
13Er baute Geigen, Mandolinen und Guitarren und war nicht ungeschickt.
15Celionato, Gian Francesco. — Turin. 1730. 1737.
17Wenn er, seinem Modell nach zu urtheilen, auch Amati und Bergonzi gekannt hat, so steht er doch noch unter dem Einflusse Cappa’s. Die Arbeit ist ziemlich gut, besonders schön aber sein gelber Lack. Die oft wiederkehrende Lesart: Celoniatus scheint auf einem Druckfehler zu beruhen. Eine Viola d’amore von 1732 besitzt das Museum Kraus in Florenz. Es soll auch Geigenzettel geben, auf denen nur der Taufname Franciscus vorkommt.
19Cellier. — Hamburg. 1840. 1855.
21Ein K. Cellier lebte Anfangs der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts in Hamburg; schon 1844 heisst die Firma „Cellier & Sohn“, auch „Cellier & fils“ und 1855 nur F. Cellier. Der Letzgenannte war wohl der Sohn. Ihre Arbeiten sind nicht schlecht, am besten ihre Violoncelli.
23Cellini, Giovanni. — Florenz. Geb. um 1460, † 1527 oder 1528 an der Pest.
25Der Vater des berühmten Goldschmieds und Erzgiessers etc. Benvenuto Cellini. Ursprünglich Architect, wie sein Vater, verlegte er sich — ein echter Renaissance-Mensch — auf viele Künste, ward Rathspfeifer und wollte auch aus Benvenuto einen Musiker machen. Dieser schreibt von ihm in seiner Autobiographie: „Mein Vater machte zu selbiger (um 1505) wundersame Orgeln mit hölzernen Pfeifen, Klaviere, so schön und gut, als man sie damals nur sehen konnte, Violen, Lauten und Harfen auf das Beste… Er arbeitete wundersam in Elfenbein und war der Erste, der in dieser Kunst etwas leistete.“

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