Scan 121
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
21 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 99. See the scan on archive.org.
1gestellt und zum Capitän 1. Classe befördert. Diese Violine enthält noch einen Zettel mit den Versen:
3 «À mes essais daigne sourire!
4 Fais résonner ce nouveau violon:
5 Et l'on dira que d'Apollon
6 J'ai retrouvé l'harmonieuse lyre.»
8Chanot, Frédéric W. — London. 1890. 1900.
9 Zweiter Sohn von Georges II. Ch., der sowohl als Geigenmacher wie als Händler guten Ruf hat.
11Chanot, Georges I. — Paris. Geb. in Mirecourt 26. März 1801, † in Courcelles 10. Jan. 1883.
12 Sohn und Schüler von Josef Ch. 1819 kam er nach Paris, wo er in der Lété'schen Werkstatt Geigen für seinen Bruder nach dessen Modell machte. Schon im Jahre 1820 wollte er sich auf eigene Füsse stellen, er wohnte Rue de la Vrillère, — doch scheint man zu dem 19jährigen Meister nicht genug Vertrauen gehabt zu haben. Er trat daher zunächst wieder bei Clément und dann bei Ch. F. Gand als Gehilfe ein und machte sich erst 1823 wieder selbstständig. Er wohnte bis 1825 Rue Oblin près' de la Halle, bis 1828 Place des Victoires, bis 1837 Passage Choiseul, bis 1848 Rue Rivoli und zuletzt auf dem Quai Malaquais, wo er bis 1871 thätig gewesen ist. Er war einer der glänzendsten Vertreter der französischen Schule des 19. Jahrhunderts und hat zweifellos werthvolle Anregungen von seinem Bruder empfangen, wenn er auch andere Wege ging. Er war ein denkender Künstler und ein gründlicher Kenner der Italiener, die er eifrig studirte und nachahmte, besonders Stradivari und Guarneri. Arbeit, Holz und Lack sind tadellos und der Ton sehr edel. Ebenso bedeutend war er als Reparateur und als Händler und hat wiederholt grosse Reisen durch Italien, Spanien, Deutschland, Oesterreich und Russland gemacht, um alte Geigen einzuhandeln. Seine erste Frau († 1858) war seine Schülerin und konnte schon 1827 eine vorzügliche, von ihr gebaute Geige ausstellen. Später heirathete er seine Schwägerin, und auch diese ward ihm eine brauchbare Gehilfin. Im Jahre 1872 zog er sich vom Geschäfte, das er seinem Schwiegersohne Jos. Chardon übergab, nach Courcelle (Seine-et-Oise) zurück, wo er sich noch immer zu seinem Vergnügen mit dem Geigenbau beschäftigte. Auch er machte viele Versuche, um den Ton der neuen Instrumente zu veredeln; er kam aber schliesslich dahin, Alles zu verwerfen, was ein Abweichen von den bewährten Errungenschaften der Cremoneser bedeutete.
14Chanot jeune rue Passage Choiseul Nr. 15 à Paris 1825
15geschr.
17Georges Chanot. à Paris Quai Malaquais. Année 1856
19Chanot, Georges II. — London. Geb. in Paris 1830, † London 11. März 1893.
20 Sohn (erster Ehe) und Schüler von Georges I. Ch. Im Jahre 1851 ging er nach London, trat als Gehilfe bei seinem Landsmanne Ch. Maucotel ein
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