Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 174

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

23 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 152. See the scan on archive.org.

1Durand. — Marseille. 1868. 1870.
2Seiner Arbeit nach gehört er der Mirecourter Schule an. Seine wenigen Geigen sind sehr sauber durchgeführt und klingen gut. Er war nur kurze Zeit in Marseille ansässig und scheint jung gestorben zu sein.
4Durand. — Mirecourt. Mitte des XIX. Jahrh.
5Vielleicht der Vater des Marseiller Meisters oder identisch mit diesem. Ein Durand hatte in Rouen, 4 place St. Éloi seine Werkstatt.
7Du Riez, Nicolas. — Abbeville. 1663.
8Man kennt ihn bisher nur nach einer Bassviola, die sich aus der Sammlung Snoeck (No. 986) in Berlin befindet.
10Duval, Germain. — Rouen. 1708, † 23. März 1733.
11Er wird als «Faiseur d'instruments de musique» bezeichnet und wohnte in der Rue St. Laurent (Pfarrei St. Lo). Im Jahre 1708 wurde er von der Zunft verklagt, dass er, ohne einen Meisterbrief zu besitzen, in seinem Laden Musikinstrumente feilhielt.
13Duvrard s. Ouvrard.
15Duwaer, Hermanus Gerardus. — Utrecht. Geb. 10. Juni 1842 in Utrecht.
16Schüler von Hampe, bei dem er seit seinem zwölften Jahre durch fünf Jahre gelernt hat. Später zwangen ihn besondere Umstände, sich einem anderen Wirkungskreis anzuschliessen und erst im reifen Mannesalter konnte er (im Jahre 1878) zu seinem ersten Berufe zurückkehren. Bei Hampe war er eigentlich nur zum Reparateur ausgebildet worden. Durch einen Zufall entdeckte er prachtvolles altes Geigenholz, was ihn veranlasste, seine ersten eigenen Geigen zu machen. Da er die alten Meister eingehend studirt hat, gelangen schon seine ersten Versuche gut, und er gilt jetzt als tüchtiger Geigenmacher. Er benutzt das Stradivari-Modell und selbstbereiteten Spirituslack.
18Dvořák, Jaroslav Anton. — Prag. Geb. 19. April 1861 in Prag-Neustadt.
19Nachdem er zuerst das Gymnasium besucht hatte, wurde er Schüler seines Vaters J. B. Dv., bei dem er, von einigen Reisen unterbrochen, über 10 Jahre thätig war. Am 4. Mai 1885 eröffnete er seine eigene Werkstatt, und es gelang ihm bald, Anerkennung zu finden. Er baut nach Stradivari und Guarneri, ist ein geschickter Reparateur und besitzt bereits verschiedene Staatsmedaillen und andere Auszeichnungen. Er arbeitet sauber und verwendet das beste Holz. Auch bei seinen Fachgenossen steht er in Ansehen und wurde 1895 in den Vorstand der Prager Musikinstrumentenmacher-Genossenschaft gewählt.
21Dvořák (Dwořak), Johann Baptist. — Prag. Geb. 10. Aug. 1825 in Unhošť, † 28. Sept. 1890 in Prag.
22Schüler von Joh. Kulik, bei dem er 1844 ausgelernt hatte. Er ging dann nach Pest zu J. B. Schweitzer, dann zu A. Hoffmann nach Wien, zurück nach Pest zu Ferd. Patzelt und zuletzt zu Ignaz Sandner in Prag, dessen Werkstatt in der Husová třída (Husgasse) No. 230 er später übernahm. Er verheiratete sich mit Maria Klima; von seinen drei Söhnen sind zwei Geigenmacher geworden.

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