Scan 184
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Engelhard. — ? 1742.
2Eine Leier (vielle) im Musée de Cluny in Paris trägt die Inschrift: "Engelhard fecit 1742".
4Enger, Gulbrand. — Kopenhagen. Geb. 1822 in Norwegen, † 1886 in Kopenhagen.
5Schüler von Th. Jacobsen und Vuillaume. Er baute sehr gute Violinen und Violoncelli von kräftigem und gesundem Ton und war auch gewissenhaft und sorgfältig im Wiederherstellen.
7Enger, Hagbart. — Kopenhagen. Geb. 1860.
8Sohn und Schüler von Gulbrand E. Er machte grössere Reisen, arbeitete bei D. Bittner in Wien und Rieger in München und liess sich dann in seiner Vaterstadt nieder.
10Engleder, Alois (aus Grossberg bei Regensburg). — Budapest. Geb. um 1812, † um 1882.
11Schüler von Fischer in Regensburg (dessen Frau seine Tante war), Bruder von Andreas, Ludwig und Joseph. Er war wenig begabt, machte mittelmässige Geigen nach Stradivari, hauptsächlich aber nach Nic. Amati. Auch als Reparateur war er ohne Bedeutung. Er verwendete meist spröden Spirituslack.
13Engleder, Andreas. — München. Geb. um 1810, † nach 1860.
14Er stammt aus Grossberg bei Regensburg und war Schüler von Fischer in Regensburg, dessen Neffe er war, und von Vauchel. Er war einer der besten Geigenmacher Münchens um die Mitte des 19. Jahrhunderts und damals wohl der gesuchteste Reparateur Bayerns. Ueber seine Versuche, neue Formen für den Geigenbau zu finden, schreibt u. A. Prof. Dr. Schafhaütl: "Bei seinem Saitenquintett versuchte der Künstler eine neue Form. Die obern Backen der Violine waren beinahe schräg abgestutzt, so dass sie ohne Ecken ganz leicht in die Brust übergingen; auch die Enden der Unterbacken waren weggefallen; dagegen waren diese Unterbacken beinahe in eben dem Verhältnisse vergrössert, als die obern Backen in Fläche vermindert wurden, so dass ein birnenähnlicher Umriss entstand. Schubert schlug im Jahre 1803 die Guitarrenform für die Geige vor, Galbusera in Mailand führte 1813 diesen Vorschlag aus, Engleder veränderte nun auch das Verhältniss der Backen. Er erzielte nur einen einseitigen Erfolg, denn gegen den brillant klingenden Diskant fiel der Bass ungemein ab." Prachtvolles Holz, tadellose Arbeit. 1854 Medaille.
16Engleder, Josef. — Kehlheim. Geb. 31. Decemb. 1815, † um 1860.
17Er verheirathete sich am 15. Oct. 1838 in Kelheim mit Maria Anna Fichs aus München (geb. 31. Oct. 1814). Er dürfte in Engelstadt oder in Schierling gestorben sein, wo je einer seiner Söhne verheirathet ist. Sein Sohn Franz ist Lehrer in München. — Der Name "Josef Engleder" findet sich in seinen Arbeiten öfter eingebrannt.
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