Scan 186
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1In der Folge verlegte er sich mehr auf den Bau von Guitarren und Zithern. Er wohnte 1820 Leopoldstadt No. 100, 1831 „auf der Wieden nächst dem Freyhause No. 6 Stiege No. 3 beym goldenen Adler“ und 1835 „nächst dem Theater an der Wien No. 24“.
3Enzensperger, Bernard II. — Wien. Geb. 1828, † 1896.
4Trefflicher Schüler seines Vaters Bernard I. E. Er bildete sich durch ausgedehnte Reisen weiter aus, arbeitete bei Tiefenbrunner in München, Bausch in Leipzig, Schwarz in Strassburg und Bernardel in Paris, bis er nach dem Tode seines Vaters die väterliche Werkstatt übernahm, deren alten Ruf er zu erhalten verstand. Er war ein künstlerisch veranlagter und ungemien thätiger Mann und besass verschiedene Medaillen. Wie ein Soldat auf dem Schlachtfeld, starb er, vom Herzensschlag getroffen, in seiner Werkstatt.
6Enzensperger, Victor. — Wien. Geb. in Wien 19. Mai 1867.
7Schüler seines Vaters Bernard II. E. Ging nach beendetem Lehrzeit vom Jahre 1882—1889 in die Fremde, arbeitete in Salzburg, München und in den Hauptorten der Geigenindustrie: Mittenwald, Schönbach, Eger, Graslitz und Markneukirchen, übernahm nach dem plötzlichen Tode seines Vaters am 2. Mai 1896 das väterliche Geschäft und beschäftigt sich sowohl mit dem Neubau als auch der Reparatur von Geigen. Er verwendet bei Reparaturen Sprit-, beim Neubau Oellack. Ausserdem macht er auch andere Saiteninstrumente und sehr gute Saiten. Er besitzt mehrere Medaillen und ist Lieferant des k. k. Staatsbeamten-Vereins.
9Epp, Johann Jakob. — Strassburg i. E. Geb. 1639 in Strassburg. 1669.
10Aeltester Sohn von Math. E., war Lautenmacher, wie sein Vater, und wohl auch dessen Schüler.
12Epp, Martin. — Strassburg. Geb. 1641 in Strassburg, † 1671.
13Jüngerer Sohn von Math. E., ein seiner Zeit geschätzter Lautenmacher.
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