Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 189

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1leicht durch Eberle angeregt, schon früher aus künstlerischem Interesse zugeendet hatte; ja, er nahm jetzt noch besonderen Unterricht in der Mathematik, um noch Vollendetes im Geigenbau leisten zu können. Seine Geigen, die nach Stradivarius gemacht sind, zeigen flache Wölbung und werden sehr gelobt, und selbst Spohr benutzte sie gerne in seinen Concerten. — Er componirte sehr viel, doch ist nur Weniges in Druck erschienen. Sein bester Schüler im Geigenbau war J. A. Otto. Er veröffentlichte in der Leipziger „Allg. Musikalischen Ztg.“, Band 8, 1804, S. 50, einen Aufsatz: „Noch etwas über den Bau der Geige“, in welchem er erzählt, dass er „seit etlichen und zwanzig Jahren“ zahlreiche Versuche mit Geigen gemacht habe, dass das Modell nicht verbessert werden könne, und dass er nun Geigen „nach den schönsten Formen des Stradivarii“ zu vervollfertigen im Stande sei, „so stark vom Tone, als ihn das Ohr des Spielers nur vertragen kann“, und zwar nach einer von ihm „eigens erfundenen Ausmessung und Ausarbeitung, wodurch aller Zwang inwendig beseitigt ist“. Leider hat er seine Methode nicht beschrieben, so dass sie als verloren betrachtet werden muss. — Eine Geige von ihm besitzt Cigarrenmacher Witzel in Gotha, Siebleberstr. 34.
3Erritzoe, Jakob. — Hannover. 1880.
4 Als Wiederhersteller alter Geigen besass er eine gewisse Geschicklichkeit; neue Geigen von ihm kenne ich nicht.
6Ertl, Jakob. — Pressburg. Ende des XVIII. Anf. des XIX. Jahrh.
7 Vielleicht der Vater von Johann Anton und Karl Ertl. Eine Violine von ihm besitzt der Pressburger Domchor.
9Ertl, Johann Anton. — Wien. 1809. 1828.
10 Er soll zwar schon seit 1785 nachweisbar sein, doch legte er als Geigen macher erst am 16. November 1810 den Bürgereid ab und wohnte Stadt No. 902. Schon 1811 erscheint er als Untervorsteher der Geigen- und Lautenmacher-Innung in Wien. Seine Arbeit ist gut.
12Ertl, Karl, — Pressburg. 1836. 1848.
13 Er steht in seiner Arbeit Leeb und Schweitzer nahe und hat, wie der Letztere, allerlei chemische Versuche angestellt, um den „Cremoneser Lack zu ergründen“, und dabei wenigstens so viel herausgebracht, dass sein Lack für seine Zeit sehr gut genannt werden kann. Seine Arbeit war sehr sauber, und besonders geschickt verstand er eingelegte Instrumente herzustellen. In Sch.’s Lexikon (1830) wird er den besten Geigenmachern zugezählt. Eine Geige, drei Violen, ein Violoncello und drei Bässe von ihm besitzt der Pressburger Domchor.
15Erwine, Robert. — Belfast. Geb. 1860 unweit von Belfast.
16 Er ist gelernter Zimmermann, hat sich aber bereits seit seinem 12. Jahre mit dem Geigenmachen beschäftigt. Er erlangte eine besondere Geschicklichkeit im Reparieren und hat bisher sieben neue Geigen gemacht, für die er 1895 in Belfast eine Bronzemedaille erhielt. Er baut nach Stradivari und Guarneri und verwendet Whitelaw’s Oellack von goldbrauner Farbe.

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