Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 202

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

30 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 180. See the scan on archive.org.

1Ficker, Carl Richard. — Markneukirchen. Geb. 20. Nov. 1856.
2Sohn von Carl Wilh. Aug. F., ein sehr fleissiger und tüchtiger Geigenmacher, der den Beinamen seines Grossvaters »Fickerhansel« geerbt hat.
4Ficker, Carl Wilh. August. — Markneukirchen. Geb. 1. Aug. 1818, † 25. April 1868.
5Sohn von Carl Friedrich F. Schüler seines Schwagers Carl Gottlob Pfretzschner. Er war talentvoll; da er sich aber dem Trunk ergab, ist er schliesslich herabgekommen.
7Ficker, Christian Samuel. — Markneukirchen. Geb. 4. April. 1766, † 30. März 1819.
8Ein weniger hervortretendes Mitglied der Familie, immerhin aber noch ein geschickter Geigenmacher.
10Ficker, Friedrich Wilhelm. — Markneukirchen. Geb. 1794, † 1873.
11Sohn von Johann Gottlob F. und dessen Nachfolger. Die Geigen, die er um 1830 – 40 gebaut hat, sind seine besten.
13Ficker, Friedrich Wilhelm. — Erlbach. Geb. in Markneukirchen 31. Jan. 1821.
14Er war zwar nicht Geigenmachers-, sondern Schuhmacherssohn, ist aber doch mit den übrigen Fickers verwandt. Er liess sich in Erlbach nieder.
16Ficker, Georg Adam. — (Mark)Neukirchen. Ende des XVIII. Jahrh.
17Ein Geigenmacher, von dem ich zwar Geigen (von gewöhnlicher Arbeit) gesehen habe, den ich aber urkundlich nicht nachweisen konnte.
19Ficker, Heinrich Wilhelm. — Markneukirchen. Geb. 1832, † 1858.
20Sohn von Friedrich Wilhelm F. Er starb, ehe er die Hoffnungen, zu denen er berechtigte, erfüllen konnte.
22Ficker, Johann Adam. — (Mark)Neukirchen. Geb. um 1735. 1765.
23Sohn und Schüler von Lorenz F. Er wurde bereits 1755 Meister und war ein tüchtiger Arbeiter.
25Ficker, Johann Christian I. — (Mark)Neukirchen. 1700. 1722.
26Er kam wahrscheinlich als Exulant nach Neukirchen und wird in den Kirchenbüchern noch 1720 und 1722, allerdings ohne Angabe seines Berufs, erwähnt, diesen nennt dagegen sein Zettel schon 1700. Seine Arbeit ist sorgfältig, Geigen von ihm kommen noch öfter vor.
28Ficker, Johann Christian II. — (Mark)Neukirchen. Geb. um 1735. 1780.
29Wahrscheinlich ein Sohn von Joh. Chr. F. I. und dessen Nachfolger. Er verstand es, dem väterlichen Geschäft einen erhöhten Aufschwung zu geben, das er schon um 1755, da er Meister wurde, übernommen haben dürfte. Seinem Geschäftsgeiste entsprach es, in seinen Geigen häufig Mittenwald und Cremona als Ursprungsorte anzugeben, obwohl seine Arbeit weder tyrolerisch und noch weniger cremonesisch aussah. Im Innern des Bodens findet man häufig die Brandmarke »I. C. F.«. Das Holz ist meist gut, der Lack braun. Er gebrauchte auch die Zettel seines Vaters, oft ohne Jahreszahl.

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