Scan 231
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Gaissenhof (Geissenhof), Josephus. — Wien. 1790.
2Im Stift Klosterneuburg befindet sich eine Violine mit dem Namen "Josephus Geissenhof fecit Vienae Anno 1790". Ein Josephus G. ist urkundlich nicht nachzuweisen, entweder hiess der bekanntere Franz G. Franz Joseph G. oder aber hatte er einen Verwandten, der bisher nicht bekannt wurde.
4Galbani, Pietro. — Florenz. 1640.
5Sohn des Jacopo G. Das Wenige, was man von ihm kennt, ist unbedeutend.
7Galbusera, Carlo Antonio. — Mailand. 1813. 1832.
8Er war Kriegscommissar in Mailand und wollte die Form der Geige, ähnlich wie Chanot, dadurch verbessern, dass er, was ältere Meister, z. B. Guarneri u. A., auch schon gethan, die Ecken wegliess und ihr eine der Guitarre sich nähernde Form gab. Da seine Geigen trotzdem gut klangen, erhielt er von der Mailänder Akademie der Wissenschaften 1832 sogar eine silberne Medaille. Die Prophezeiungen seiner Verehrer (vgl. Allg. Musikzeitung, Leipzig, 23. Dec. 1832), dass er der Geige für das ganze Jahrhundert eine neue Form gegeben haben dürfte, haben sich nicht erfüllt. Besser haben sich seine Guitarren erhalten.
10Galdert, Friedrich. — Koburg. 1895.
11Schillers Nachfolger. Beide betrieben ursprünglich nur ein Musikinstrumentengeschäft; erst mit dem Eintritt H. Büchels wurde eine Geigenbauwerkstatt damit verknüpft.
13Galeazzi, Eugenio. — Ascoli. 1849.
14Sohn des Francesco G. Er hat während des Winters fleissig Geigen und Guitarren gebaut und betrieb im Sommer Landwirtschaft.
16Galerzena. — ? 1790.
17Ein piemontesischer Geigenmacher, der sich eines gewissen Rufes erfreute.
19Galieri, Filippo. — Neapel. XVIII. Jahrh.
20Vielleicht ein Gagliano-Schüler. Er verwandte gelben Lack und ein etwas gewölbtes Modell.
22Gall, J., war im XIX. Jahrhundert als Musikinstrumentenmacher in Wien ansässig.
24Galland, Jean. — Paris. 1744, † vor 1761.
25Er ist der Erste, der das Amt eines geschworenen Meisters der Pariser Lautenmacherzunft bekleidete (für 1744). Arbeiten von ihm sind mir jedoch nicht bekannt geworden. Er wohnte Rue St. Honoré, wo seine Wittwe von 1761–1779 das Geschäft noch fortführte. Seine Tochter war seit etwa 1744 mit Robert Richard, einem sehr talentvollen Instrumentenmacher verheirathet, der als Orgelbauer etc. Ruf besass und namentlich durch sein automatisches Quartett Aufsehen machte.
27Galland, Joh. — Bayreuth. 1888. 1893.
28Er stellte auf der Münchener Kunstgewerbe-Ausstellung 1888 drei Zithern und eine Violine aus, ist im Jahre 1893 nach Leipzig-Reudnitz übergesiedelt und dürfte dort gestorben sein.
30Galli, Domenico. — Parma. 1687. 1691.
31Ausgezeichneter Holzbildhauer, Violoncellist und Tondichter des 17. Jahrhunderts, der eine Reihe von Streichmusikinstrumenten gebaut hat, die er mit meisterhaften Schnitzereien verzierte.
32v. Lütgendorff, Geigen- und Lautenmacher.
34Dominicus Gallus Parmensis fecit Parmae anno salutis 1691
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