Scan 267
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1in Parma, 1763 wohnte er in Como in der Contrada di Porta, 1790 in Pavia. Zuletzt kam er ganz herunter. Seine besten Arbeiten erreichen immerhin Preise bis 2200 M. Er liebte auch doppelte Einlagen und ausser seinen Zetteln findet man neben dem Balken auch die Buchstaben: «S. J. F. (?) SS. S. GG. F. P.» Eine gute Violine von ihm besitzt das Kölner Conservatorium der Musik.
3Guadagnini, Guiseppe II. — Rom. Turin. 1884. 1900.
4Zweiter Sohn von Carlo G. Er macht Geigen und Violoncelli nach den alten Modellen seiner Familie.
6Guadagnini, Giuseppe III. — Turin. 1890. 1900.
7Sohn von Antonio G., Geigenmacher der Gegenwart.
9Guadagnini, Lorenzo. — Cremona. Piacenza. Geb. um 1695 (?) in Piacenza (?), lebte noch 1760 und soll in Mailand gestorben sein.
10Schüler von Stradivari. bei dem er lange arbeitete. Er kehrte nach 1730 in seine Vaterstadt zurück. In seiner Arbeit strebt er mit Glück seinem Lehrer nach und gebrauchte ein ziemlich kleines Patron von schöner mittlerer Wölbung. Das Holz ist sehr schön, die Ausführung musterhaft, die Umrisslinien schwungvoll. Die F-Löcher sind bald nach Guarneri, bald nach Stradivari geschnitten. Characteristisch für ihn ist die Schnecke, die allerdings nicht so schön ist, als die von seinem Lehrer Stradivari. Sein goldrother Lack ist wundervoll und wird von keinem Guadagnini ausser von Giambattista an Feuer übertroffen. Es soll auch Geigen von ihm geben, die ähnlich wie die von Maggini, doppelte Einlagen haben. Er wurde lange den Amati's als gleichwerthig geachtet, doch steigen die Preise für seine Violinen wegen ihres bestrickenden Tons jetzt fortwährend. Dass er auch in Mailand gearbeitet haben soll, wird zwar behauptet, scheint aber auf einer Verwechslung zu beruhen.
12Laurentius Guadagnini Cremonae
13Alumnus Stradivari fecit Anno Domini 17…
15Lavrentius Guadagnini Pater,
16& alumnus Antonj Straduarj
17fecit Placentie Anno 1745
19Gualzatta, Benedetto. — Rom. 1716. 1726.
20Ein Lautenmacher, der nicht ungeschickt war. Ein aus einem reichverzierten Kürbis gemachtes Lauteninstrument («Cavaco») von ihm besitzt die Sammlung Crosby Brown in New-York (No. 144).
22Guardelli, Fratelli, lebten im XIX. Jahrhundert in Rom.
24Guarini, Gerolamo. —
25Ein Geigenmacher dieses Namens wird von Magius zu den Meistern allerersten Ranges gezählt, hat aber nie existirt, und wird wohl nur durch eine Vermengung eines Amati-Taufnamens mit dem schlecht gemerkten Namen der Guarneri entstanden sein.
27Guarini, Joseph*) s. Mennesson.
29Guarmandi, Filippo. — Bologna. 1795.
30Ein Geigen- und Lautenmacher ohne Ruf.
32*) Was Broadhouse und Miss Stainer über «Guarini» sagen, beruht auf einem Irrthum, der Name ist nur ein Pseudonym.
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