Scan 280
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Gygot, Antoine. — Brüssel. 1801.
2Man kennt bisher nur eine Geige von ihm, die übrigens schöne Arbeit und schmale F-Löcher zeigt und in mancher Hinsicht an die Schule der Médard erinnert.
4Gylig (Gülich), Johann. — Mannheim. 1800.
5Wahrscheinlich der Sohn von Math. G. und sein Nachfolger als Hofgeigenmacher.
7Gylig, Matthias (Mathäus). — Mannheim. 1763. 1798.
8Er war churpfalzbayrischer Hof-Lauten- und Geigenmacher und ist möglicher Weise mit der Hofmusik im Jahre 1778 nach München übergesiedelt. Im bayr. Hofkalender von 1798 wird der Name *Gygli* geschrieben.
10Haas, Leopold. — Weitra. XVIII. Jahrh.
11Den älteren Wiener Meistern nahestehend. Eine kleine achtzehnsaitige Mandoline von ihm besass das Stift Herzogenburg, welches diese 1826 der Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien schenkte. Der Handschrift auf seinem Zettel nach könnte man ihn vielleicht noch in das 17. Jahrhundert setzen, die Arbeit aber sieht wesentlich jünger aus.
13Haase, Ferdinand. — Magdeburg. Ballenstedt. Dessau. Geboren 25. Aug. 1814 in Schauen, † 1892.
14Da er sich schon als Kind mit dem Geigenmachen beschäftigte, kam er zu einem Musiker, der auch alte Geigen ausbesserte, in die Lehre. Später wurde er Militärmusiker in Magdeburg und trat unter Richard Wagner in die dortige Theaterkapelle als Flötist ein. Unter Dr. Georges, einem Schüler Savarts, studirte er die Gesetze der Akustik und wandte sich schliesslich ganz dem Geigenmachen zu. Im Jahre 1853 begründete er in Magdeburg eine Instrumentenhandlung, die er bis 1866 fortführte und dann aufgab, um ausschliesslich als Geigenmacher thätig zu sein; damals verarbeitete er freilich meistens vogtländische Schachteln. 1877 übergab er seine Werkstatt an Rautmann und zog nach Ballenstedt am Harz. Als er zum herzogl. dessauischen Hofinstrumentenmacher ernannt wurde, zog er nach Dessau. Er war nicht ungeschickt und hatte eine grosse Fertigkeit, alte Instrumente wieder herzustellen. Biographie und Bild von ihm findet sich in De Wit’s Zeitschrift B. V. (11. April 1884).
16Habits, Johann, lebt (1895) als Instrumentenmacher in Raab.
18Hackenbroich, Peter v. — Leipzig. 1590.
19Ein Lautenmacher, der 1590 das Bürgerrecht in Leipzig erwarb.
21Hackhofer, Anton. — Budapest. Anf. des XIX. Jahrh.
22Mehr als vorzüglicher Guitarrenmacher als als Geigenmacher bekannt.
24Hädl (Hadl), Johann. — Regensburg. 1689. 1717.
25In den Urkunden erscheint sein Name entstellt, auch als Härtl oder Häckel, er selbst schrieb sich immer Hädl. Seine Geigen sind ziemlich hoch gewölbt, erinnern an das Stainer-Modell; die Schnecke hat ein deutsches Aussehen und ist dabei sehr schwungvoll, dasselbe gilt von den F-Löchern. Der Lack ist
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