Scan 295
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Heesom, Edward. — London. 1748. 1750.
2Geigen von ihm kommen nur selten vor; sie sind leidlich gut und, wie fast alle zeitgenössischen, englischen Arbeiten, dem Stainermodell nachgeahmt.
4Edward Heesom Londini fecit 1749
6Hegner (Hägner), Franz Josef. — Sandau, Krems. Geb. um 1797 in Sandau (Böhmen), † 27. Juni 1837 in Krems.
7Er muss frühzeitig nach Krems gekommen sein, da Geigen mit seinem Zettel schon 1824 aus dieser Stadt datirt vorhanden sind. In den Acten des Gemeindearchivs ist er allerdings erst seit 1828 nachweisbar, in welchem Jahre er sich beim Kreisamte beschwerte, dass ihm von den Städten Krems und Stein die Befugniss zur Ausübung des Saitenmachergewerbes verweigert wurde. Von da an erscheint er in den Matrikeln stets als «Saitenmacher» bezeichnet*), obwohl er hauptsächlich Geigenmacher war. In den damaligen Zunftverhältnissen wird es daher zu suchen sein, weshalb er sich nicht in seinem eigentlichen Berufe anmeldete. Er war mit Marie Josefa Fischer aus Sandau verheirathet und brachte es trotz seiner Geschicklichkeit sein Leben lang zu keinem Wohlstand. Schon in Sandau hatte er mit Schwierigkeiten zu kämpfen, so dass diese Stadt noch im Jahre 1830 alte Erwerbsteuer-Rückstände bei ihm eintreiben liess. Erst 42 Jahre alt starb er an Lungenschwindsucht. Seine Geigen sind gut gearbeitet, erinnern manchmal an die Art Kulik’s, nur der Lack lässt zu wünschen übrig. Er wohnte Haus No. 190. Von seinen Söhnen wurde nur einer Geigenmacher, ein anderer studierte.
9Franz Hegner
10Me fecit Cremsii 1824
12Hegner, Franz. — Krems. Geb. 1818 (wahrscheinlich in Sandau), † um 1865.
13Aeltester Sohn und Schüler von Franz Jos. Hegner. Nach dem frühzeitigen Tode seines Vaters setzte er mit der Mutter zunächst das väterliche Geschäft fort und machte sich im Jahre 1845 selbstständig, indem er beim Bürgermeisteramt die Ausübung der freien Beschäftigung der Geigenmacherei anmeldete. Er scheint eifrig auf Brautschau ausgegangen zu sein, es sind zwei Gesuche von 1845 erhalten, in denen er um die Ehebewilligung einkommt, jedesmal mit einer anderen Braut, aber keine von beiden scheint er geheirathet zu haben, sondern erst 1853 die Anna Maria Alpers aus Stein, die freilich schon 1856 starb. Er wohnte Haus No. 84 und kam seinem Vater in keiner Beziehung gleich. Seine Geigen sind formlos und handwerksmässig gearbeitet.
15Heidegger, Eduard. — Passau, Linz a. D. Geb. 1851.
16Schüler von Johann Hornsteiner in Passau, ging dann zu Neuner nach Mittenwald und besuchte die dortige Geigenmacherschule unter Kofler, arbeitete als Gehilfe in Wien und Pest und machte sich zuerst in Passau selbstständig. Anfangs 1873 liess er sich in Linz nieder, wo er seine Saiteninstrumentenfabrik und Saitenmacherei begründete. Er verlegte sich hauptsächlich auf das Zithermachen und besitzt dafür etwa 30 Ausstellungsmedaillen.
18Heidegger, Georg. Passau. 1857.
19Wahrscheinlich der Vater Eduards und wohl auch eines A. Heidegger, der gleichfalls in Passau ansässig war.
21Georg Heidegger
22Musik-Instrumentenmacher in Passau
23Repar. 1857
25Heil, Johann, lebt in Crefeld und hat das Geigenmachen hauptsächlich durch eigenes Studium erlernt.
27*) Nur im Verehelichungsschein seines Sohnes heisst er «gewesener Instrumentenmacher».
28v. Lütgendorff, Geigen- und Lautenmacher.
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