Scan 297
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Heinrich, Vinzenz. — Schönbach b. Eger. Geb. 1825, † 1871.
2Er war als Geigenmacher nicht ungeschickt, da er aber fast nur für Händler arbeitete und seine Geigen aus gelieferten Bestandtheilen zusammensetzte, klebte er in der Regel keine Zettel ein.
4Heinrichs, Otto. — Berlin. 1895. 1898.
5Erfinder der sogen. Schooss-Violine (einer Art Streichzither), die er jedoch nicht selbst macht.
7Heinzmann, Josef. — Schönbach. — 1851. 1859.
8Er hatte als Violoncello- und Geigenmacher seiner Zeit einen gewissen Ruf, benutzte jedoch die Mitarbeit der sogen. Corpus- und Halsmacher etc.
10Heisele (Aisselle), Jakob. — Modena. 1614. 1629.
11Ein deutscher, in Modena ansässiger Geigen- und Lautenmacher, auf den zuerst Valdrighi aufmerksam machte (No. 1428), indem er aus der Chronik von Spaccini (vom 10 Oct. 1614) citirt: È venuto moltidi sono un Tedesco habitare, che fa lauti e chittarini et simili instromenti, per excelentia* und einige urkundliche Belege beibringt, aus denen u. A. hervorgeht, dass H. auch Bögen gemacht hat.
13Hel, Pierre Joseph. — Lille. Geb. 8. Febr. 1842 in Mazirot bei Mirecourt.
14Nachdem er durch acht Jahre in Mirecourt das Geigenmachen erlernt hatte, kam er nach Paris zu Seb. Vuillaume, den er zwei Jahre später verliess, um nach Aachen zu Darche zu gehen. Im Jahre 1865 eröffnete er seine eigene Werkstatt in Lille und machte es sich zur Aufgabe, die grossen italienischen Meister (hauptsächlich Stradivari, Guarneri, Amati und Maggini) in allen Theilen genau zu copiren, wobei er auch auf den Lack besondere Sorgfalt verlegte, den er thatsächlich im Aussehen dem Cremoneser sehr nahe zu bringen versteht. Seine Geigen sind, was Schönheit der Arbeit und des Tons anbelangt, tadellos, und so erhielt er auch auf allen von ihm beschickten Ausstellungen erste Preise und wurde wiederholt als Juror berufen. Er erfand u. A. einen Verlängerungsstachel für das Violoncell und eine recht brauchbare Wirbelbefestigung.
16JOSEPH HEL
17Luthier à LILLE_19
19Held, Johann Joseph. — Enskirchen. Beuel b. Bonn. Geb. 17. Juli 1823 in Flamersheim (Kr. Rheinbach).
20Als Sohn eines Musikers war auch er zum Musiker bestimmt. Mit zwölf Jahren bereits ein tüchtiger Flötist, sollte er von seinem 13. Jahre an das Violinspiel erlernen. Hierdurch erwachte sein Interesse für das Geigenmachen, und um einen Fehler seiner Geige zu verbessern, machte er die ersten Versuche in dieser Kunst. Er bildete sich allmählich autodidactisch aus und wagte sich schliesslich auch an den Neubau. Sein Brod verdiente er aber noch immer als Musiker. Nach seiner Verheirathung siedelte er nach Enskirchen über und eröffnete hier 1861 eine Musikinstrumenten-Handlung und Reparatur-Werkstatt. Im Jahre 1862 lernte er den in Godesberg zur Kur weilenden Ole Bull kennen, für den er mehrere Reparaturen ausführte. Im Jahre 1878 kam Ole Bull wieder zu Held, und blieb 14 Tage bei ihm als Gast, während welcher Zeit Held einen
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