Scan 302
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1der Herzogin von Bourbon. Er wohnte erst Rue Jacob und von 1779–1789 in der Rue des Saints-Pères. Eine hübsch eingelegte Mandora von ihm besitzt die Crosby Brown-Sammlung in New-York (No. 1007).
3Hénocq (Henoc), Jean. — Paris, 1763. 1789.
4Er war geschworener Meister der Pariser Lautenmacherzunft für 1773 und Syndikus von 1775–1777 und wohnte noch 1789 in der Rue de Seine Saint Germain No. 114. Im Adressbuch von 1789 werden seine Vornamen, Jean-Georges-Bienaimé, angegeben. Schon 1671–1679 war ein Estienne Enocq, Orgelbauer und Organist, er entstammte also einer alten Instrumentenmacherfamilie. Eine hübsche Arbeit von ihm besitzt das Museum des Pariser Conservatoriums (No. 256).
6Henry aux Vièles. — Paris. 1300.
7Einer der ältesten französischen Saiteninstrumentenmacher, der von Vidal in «Les instruments à archet» (Paris 1876. I. S. 88) erwähnt wird.
9Henry (F. oder H.). — Paris. 1737.
10Er wohnte in der Rue Saint-André-des-Arcs und war vielleicht der Erste aus dieser vogesischen Geigenmacherfamilie, der nach Paris kam, wenn auch sein Zusammenhang mit den übrigen Henry’s nicht feststeht. Seine Arbeit war gut, selbst sein rothbrauner Lack ist noch anerkennenswerth. Auch Violen von ihm kommen vor. Ein Bass von ihm aus dem Jahre 1737 zeigt gute Arbeit und rothbraunen Lack.
12Henry, Charles (gen. Carolus). — Paris. Geb. 1803, † 1859 in Paris.
13Zweiter Sohn und Schüler seines Vaters Jean Bapt. H., dessen Geschäftsnachfolger er 1831 wurde. Ein ausserordentlich fleissiger und geschickter Geigenmacher, der alle in sein Fach schlagenden Instrumente gemacht hat und 1849 und 1855 in Paris Ausstellungspreise erhielt. Er wählte verschiedene Modelle, nahm gutes Holz, rothen Lack auf gelben Grund. Seine sämmtlichen Instrumente tragen nebenstehenden schön geschriebenen Zettel. Im Jahre 1847 construirte er eine Geige, der er den Titel «Baryton» gab, und die um eine Octave tiefer gestimmt ist, als die Violine.
15Henry, Eugène. — Paris. Geb. 1843, † 7. Sept. 1892.
16Sohn, Schüler und seit 1859 Nachfolger von Carolus H. Ein tüchtiger Geigenmacher, der nur auch in seine Werkstattarbeiten die gleichen Zettel klebte wie in seine eigenen Werke. Er war ein vielbeschäftigter Reparateur und besass mehrere Medaillen. Sein Geschäftsnachfolger ist Ch. Brugère.
18Henry, Jean Baptiste. — Paris. Geb. 1757 zu Mataincourt in den Vogesen, † in Paris 1831.
19Er erlernte das Geigenmachen in Mirecourt, kam jung nach Paris und hatte sein Geschäft bis 1788 in einem Hause des Klosters von St. Martin und bezog dann das Haus Rue St. Martin No. 175, wo seine Nachkommen bis auf unsere Tage das Geigenmachen betrieben. Er gehörte zu den besseren Geigenmachern
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