Scan 312
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1fabricirt gute Saiten. 1880 wurde er zum Instrumentenmacher für die kgl. Kapelle ernannt. Auch seine Söhne Otto und Knud sind Geigenmacher geworden und arbeiten bei ihm.
3Hjorth, Johannes. — Kopenhagen. Geb. 1809, † 1900.
4Sohn, Schüler und Nachfolger von Andreas H. Hj. Er arbeitete, wie sein Vater, nach dem Amati-Modell und hat das Geschäft, namentlich als Saitenfabrikant, sehr erweitert.
6Hochbrucker. — Donauwörth. Augsburg. 1699. † zwischen 1762 und 1764.
7Er soll als Lauten- und Violenmacher nicht ungeschickt gewesen sein, doch ist er nur durch seine Erfindung, an der "grossen Brettharfe" ein Pedal anzu bringen, bekannt geworden. Dass er auch in Augsburg gelebt haben soll, wird zwar oft behauptet, lässt sich aber nicht beweisen. In den Donauwörther Pfarramtsrechnungen wird er noch 1762 als Lieferant von Saiten für den Chor erwähnt, 1764 liefert seine Wittwe Agathe die Saiten, er muss also nach 1762 und vor 1764 gestorben sein. — Sein Sohn Simon war ein berühmter Harfenspieler.
9Höfer, Fr. Wilh. — Taucha b./Leipzig. 1874. 1901.
10Ein Musiker und Clavierstimmer, der seit 1874 auch eine Werkstatt für Geigen- und Blasinstrumente besitzt.
12Höhne, Gustav I., hatte im 19. Jahrhundert seine Werkstatt in der Erfurterstrasse in Dresden.
14Höhne, Gustav II. — Weimar. 1835. 1885.
15Sohn von Gustav I. H. Er war Hofinstrumentenmacher und verband sich später mit seinem Sohne zu der Firma G. Höhne & Sohn. Seine Geigen sind recht sauber in ihrer Arbeit. Er soll auch eine Zeit lang in Dresden gearbeitet haben.
17Höhne, Carl. — Weimar. 1895.
18Sohn von Gustav H. und dessen Nachfolger als Hofinstrumentenmacher. Er arbeitet recht sauber nach Stradivari, Maggini, Guarneri etc. Auch die Viola d'amore versteht er zu machen.
20Hörlein, Karl Adam. — Würzburg. Geb. 31. Jan. 1829 in Winkelhof (Oekonomiegut bei Marktbreit), † 1902.
21Schüler von J. Vauchel, arbeitete dann drei Jahre als Gehilfe bei Lemböck in Wien und begründete 1853 sein Geschäft in Kitzingen a./M., das er 1866 nach Würzburg verlegte. Er arbeitete nach eigenem und nach dem Stradivari-Modell, wendete Weingeist- und Oellack an. Er war u. A. der erste Erbauer der bekannten Ritter'schen Viola alta und wurde auf Ausstellungen oft prämiirt, auch zum herzogl. Sachs.-Meiningenschen Hof-Instrumentenmacher ernannt. In den letzten Jahren liess er freilich seine Geigen in Markneukirchen etc. vorarbeiten und vollendete und lackirte sie nur selbst. Seine Biographie mit Bild findet sich in de Wit's Zeitschr. f. d. Instr. 1902. No. 14.
23K. A. Hörlein invenit. Würzburg
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