Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 317

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

40 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 295. See the scan on archive.org.

1Hollmayr (Hollmair), Joseph. — Ingolstadt, Neuburg a. D. 1772, † um 1795.
3Er stammte aus Füssen, lebte um 1772 in Ingolstadt und wurde 1773 auf Ansuchen als Geigenmacher in Neuburg aufgenommen, wo er um 1795 starb (Kgl. Kreisarch. Neuburg). Seine Arbeit erinnert an die Buchstäders, ist recht gut, das Holz schön gewählt und der Lack durchsichtig und gelbbraun. Der Ton edel, wenn auch nicht gross. Seine Zettel sind geschrieben oder gross gedruckt:
5Joseph Hollmayr, Lauten und Geigenmacher in Neuburg an der Donau 1774
7Hollmayr (Holmayr), Lorenz Marzellus. — Wien. München. † 1682.
9Ein Münchener Lautenmacher, der in den Münchener Hofrechnungen nur in seinem Todesjahr erwähnt wird (Kreisarchiv H. R. 468/577). Dem Namen nach dürfte auch er aus Füssen stammen und mit jenem Marzell Hollmayr identisch sein, der um 1660 in Wien als Bürger vorkommt und dort Instrumente für den Chor der St. Stephanskirche geliefert hat, und jenem Lorenz, dem der nebenstehende Zettel aus einer Viola gehört.
11Laurentius Holmeyer, Lauten u. Geigenmacher in Wien 1680
13Hollmayr, Tobias. — Wien. 1653. 1660.
14Im Mai 1653 erwarb er das Wiener Bürgerrecht.
16Holm & Co., haben ein Geschäft in Chicago.
18Holmer, Leopold. — Nürnberg. 1717.
19Sein Zettel fand sich in einer Viola.
21Leopold Holmer bürgerl. Lauten und Geigenmacher in Nürnberg Anno 1717
23Holloway, John. — London. 1794.
24Er wohnte 31 Gerard Street, Soho, und gehörte zu den unbedeutenderen englischen Meistern seiner Zeit.
26Holzapfel & Beitel, eine in Baltimore bestehende Geigenfirma.
28Holzel (Hölzel), Ignaz. — Kronstadt. 1801.
29Nur nach seinem Zettel bekannt:
31Ignatz Holzel Instrumentenmacher in Kronstadt 1801
33Homolka, Ed. Emanuel. — Prag, kgl. Weinberge. Geb. 26. Aug. 1860 in Prag.
35Er lernte von 1874—1879 bei seinem Vater F. A. H. und genoss nebenbei eine tüchtige musikalische Ausbildung bei Franz Ondříček. Nach zweijähriger Militärdienstzeit war er von 1881—1886 als Gehilfe bei seinem Vater thätig und ging 1886 in die Fremde. Nach seiner Rückkehr arbeitete er neuerdings von 1889—1890 bei seinem Vater und übernahm gleich nach dem Tode des Vaters am 1. Mai 1891 dessen Werkstätte. Er arbeitet nach Stradivari, Guarneri, Nic. und Hier. Amati und ist auch ein geschickter Reparateur. Seit neuerer Zeit ist er Geigenmacher des kgl. böhmischen Nationaltheaters und beeideter Schätzmeister. Er verwendet Spiritus- und gelegentlich auch Oellack. Er ist ein gründlicher Kenner und hat die werthvollsten Forschungen zur Geschichte des Geigenmachens in Böhmen etc. angestellt und die Ergebnisse derselben wiederholt veröffentlicht. Für ein von seinem Vater begonnenes, von ihm vollendetes Streichquartett erhielt er auf der Allgemeinen Landes- und Jubiläums-
37Ed. Eman. Homolka houslař v Praze 1882
39E. Eman. Homolka reparavit Vineae Regiae 1897

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