Scan 342
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Versuch einigermaassen. Durch fortgesetzte Uebung und viel natürliches Talent brachte er es schliesslich zu grosser Fertigkeit, obwohl er noch immer mit den primitivsten Werkzeugen, die er sich selbst erfand, arbeitet. Er macht im Jahre ungefähr drei Geigen fertig und hat bisher etwa 35 gebaut. Sie sind von tadelloser Ausführung und gutem Ton, so dass er schon viele Ausstellungspreise, zuletzt vom Handelsministerium eine Staatsmedaille, erhalten hat.
3Eduard Jung
4k. k. Inspector der Strafanstalt Garsten
5fecit 1898 No 23.
7Jungcurth, Heinrich Wilhelm. — Hamburg. 1782.
8Ein Instrumentenmacher, der am 15. November 1782 das Bürgerrecht in Hamburg erwarb.
10Ivanoff, Woldemar.
11Ein russischer Geigenmacher, der im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in St. Petersburg ansässig war.
13Ka . . . ., Mathias. — Düsseldorf. 1737.
14Eine reich mit Elfenbein und Perlmutter eingelegte Viola d’amore der Kgl. Sammlung alter Musik-Instrumente in Berlin (No. 867) trägt einen Zettel, auf dem sich nur der Anfang des Namens entziffern lässt. Bei dem Versagen archivalischer Nachforschungen in Düsseldorf war es nicht möglich, den vollen Namen herauszubringen, was um so bedauerlicher ist, als man es hier mit einem Meister zu thun hat, dessen Arbeit an die Joach. Tielke’s erinnert. Die Zargen sind purpurblau gefärbt, am Wirbelkasten befindet sich ein Mohrenköpfchen. Der Lack ist hellgelb.
16Käml (*), Johann Andreas. — München. Geb. 1699, † 1. April 1781.
17Einer der besten Münchener Lauten- und Geigenmacher des 18. Jahrhunderts. Er war in erster Ehe mit der älteren Tochter Paul Alletsee’s verheirathet und wurde der Nachfolger seines Schwiegervaters und war seit 1738 auch Hoflautenmacher. In den bayrischen Hofrechnungen von 1757—1778 wird er wiederholt aufgeführt, und seine zweite Frau Franziska Kämlin kommt noch 1785 als Hofgeigenmacherswitwe vor. Er erhielt für seine Reparaturen etc. vom Hof zusammen 978 fl. 30 kr. Wenn Sandys und Forster ihn schon 1635 leben lassen, so haben sie ihn um ein Jahrhundert zu früh angesetzt. Käml’s Nachfolger war Gregor Sidtler.
19Iohann Andreas Käml / Churfürstl. Hof-Lauten- und Geigenmacher in München 1745
21Käml, Johann Cornelius. — München. 1635. 1640.
22Er wird zuerst von Sandys & Forster ohne nähere Quellenangabe erwähnt. In München war nichts über ihn zu erfahren.
24Kämpffe, Albin. — Markneukirchen. Geb. 4. April 1866.
25Schüler von Karl Kessler und der Fachschule für Instrumentenbau in Markneukirchen. Er arbeitete dann 2½ Jahre bei Hammig in Leipzig und 1 Jahr bei Schünemann in Hamburg, 3½ Jahre bei H. Th. Heberlein und machte sich am 1. November 1890 in seiner Vaterstadt selbstständig, wo er nach italienischen und französischen Vorbildern Geigen macht. Seit 1896 fertigt er auch Schoossviolinen zum Ersatz der Streichzither an.
27*) Der Name kommt auch Kämbel, Kämpl und Kämml geschrieben vor.
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