Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 345

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

27 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 323. See the scan on archive.org.

1Keffer (Kefer), Johann. — Ramsau. 1781.
2Seine Geigen sind gut im Ton; zu Boden und Schnecke nahm er meist Buchen- und Birnbaumholz. Er wohnte Haus No. 31 in der Ramsau und wird in den Kirchenbüchern stets als Geigenmacher bezeichnet. Auch sein Sohn und seine Enkel machten noch Geigen, aber ohne jeglichen Kunstwerth, zuletzt nur noch roth angestrichene Kindergeigen.
4Keffer, Johann. — Ischl. 1792.
5Er soll zuerst in Reiterndorf (Gemeinde Ischl) gelebt haben und stammt wahrscheinlich aus Goisern oder Ramsau, das nur 1½ Wegstunden von Ischl entfernt liegt. Alte Leute erinnern sich noch heute, dass Johann Keffer als ein genialer Mann galt, seine Geigen haben einen grossen, vollen Ton, wenn sie auch nicht schön im Modell und im Lack sind.
7Keffer, Joseph I. — Ramsau (Gemeinde Goisern). 1725. 1742.
8Der Stammvater der Familie. Das von ihm bewohnte Haus (No. 31 in der Ramsau) heisst noch jetzt das „Geigenmacherhaus“.
10Keffer, Joseph II. — Goisern. Geb. 17. Oct. 1739 in Ramsau, † 14. Sept. 1813 in Goisern.
11Sohn und Schüler von Jos. K. I. Vielleicht der beste Geigenmacher aus seiner Familie. Er starb an Auszehrung.
13Keffer. — Goisern. 1770.
14Sohn von Jos. I. K.; älterer Bruder von Jos. II. K.
16Keffer. — Goisern. 1780.
17Sohn von Jos. I. K. in Ramsau; jüngerer Bruder von Jos. II. K
19Keil. Bernhard. — Gotha. † um 1868 in Eisenach (?).
20Er war ein Bruder des bekannten Besitzers der Gartenlaube und hauptsächlich Zitherhändler. Es erscheint daher fraglich, ob die Instrumente, die Zettel mit seinem Namen enthalten, wirklich von ihm gemacht sind. Eine prächtige Lyra-Gitarre mit seinem Zettel befindet sich in de Wit’s Sammlung in Leipzig.
22Kellermann, M. G. Samuel. — Zerbst (Anhalt). Geb. 1851 in Hohenziatz (Prov. Sachsen).
23Von 1876—1895 erster Cellist der Schaumburg-Lippe’schen Hofkapelle; besuchte als Musiker die Werkstätten in Markneukirchen, L. Bausch in Leipzig. Jacob Eritzoe und Riechers, bildete sich autodidactisch zum Geigenmacher aus und eröffnete 1880 sein Geschäft in Bückeburg. Seit 1897 ist er herzoglich Anhaltischer Hofinstrumentenmacher. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Wiederherstellen, doch macht er auch neue Geigen nach italienischen Meistern. Er verwendet selbstgefertigten Spirituslack (gelb, goldgelb, auch Bernsteinlack, und erzeugt Violin- und Basscolophonium.
25Kelman, James. — Auchintoul. Geb. 17. April 1824 in Aberchirder.
26Er war 43 Jahre Gärtner in Auchintoul und begann im Jahre 1884 Geigen zu machen, nachdem er in Davidson’s Buch die Anleitung dazu gefunden hatte. Er machte etwa 40 Violinen nach dem Stradivari-Modell und verwendete meistens Spiritus-, zuletzt auch Oellack.

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