Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 363

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

22 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 341. See the scan on archive.org.

1Knoop, Wilhelm, lebte als Mitglied der Hofkapelle um 1845 in Meiningen und stellte 1854 in München nach Stainer gemachte Geigen aus, deren Ton gelobt wurde.
3Knopf, August, lebte von 1851—1863 in Karlsbad.
5Knopf, Christ. Friedr. W. — Dresden. Geb. in Markneukirchen 1816, † 1897.
6Der Stammvater der Bogenmacherfamilie Knopf. Er selbst brachte es als Bogenmacher zu hohem Ansehen und hat eine stattliche Anzahl tüchtiger Schüler ausgebildet.
8Knopf, Ernst Heinrich. — Leipzig. Geb. in Markneukirchen 1868.
9Schüler von Theodor Scherzer und der Musikinstrumentenmacher-Fachschule, an der er eine Belobigung erhielt. Im Jahre 1890 machte er sich in Markneukirchen selbstständig und verlegte 1898 seine Werkstatt nach Leipzig. Er verwendet sowohl Oel- als Spirituslack eigener Zubereitung. Er ist mit den anderen Geigenmachern der Familie Knopf nicht verwandt.
11Knopf, Henry Richard. — New-York. Geb. 5. Dec. 1860 in Markneukirchen.
12Aeltester Sohn von Heinrich Kn. Schüler seines Vaters und seines Onkels Wilhelm, bei denen er zunächst das Bogenmachen erlernte. Später kam er zu Bausch nach Dresden und Adam nach Berlin und wurde hier als Geigenmacher ausgebildet. 1879 ging er zu John Albert nach Philadelphia und machte sich bereits 1880 in New-York selbstständig. Er verarbeitet nur sehr altes Holz und ahmt das grosse Stradivari-Modell nach. Seinen Lack setzt er selbst zusammen.
14Knopf, Heinrich. — Berlin. Geb. 1. März 1839 in Markneukirchen, † 1. März 1875 in Berlin.
15Schüler von seinem Oheim Christian Knopf. Er hat im Ganzen nur etwa 30 Geigen gemacht, sich frühzeitig fast ausschliesslich auf die Bogenmacherei verlegt und brachte es darin zu besonderer Meisterschaft. Er arbeitete zunächst für Otto Bausch, Grimm, Kittel & Weichold und siedelte 1868 nach Berlin über. Von da an brannte er auch seinen Namen in seine Bögen ein.
17Knopf, J. Wilhelm. — Dresden. Geb. in Markneukirchen 4. Dec. 1835.
18Er arbeitete zuerst in seiner Geburtsstadt und siedelte dann als Geigen- und Bogenmacher nach Dresden über. Er ist jetzt einer der besten Bogenmacher Deutschlands.
20Knopf. — Berlin. 1873. 1887.
21Er stammte aus Markneukirchen, war eine Zeit lang Werkführer in Loewenthal's Geigenfabrik und machte sich dann in Berlin selbstständig. Seine Geigen waren Fabrikwaare, dagegen verdienen seine Bogen Lob. Er ging später nach Moskau, um in der Zimmermann'schen Filiale zu arbeiten, und starb dort an der Schwindsucht. Auch sein Bruder Ludwig ist als Bogenmacher geschätzt.

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