Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 372

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

28 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 350. See the scan on archive.org.

1Kratschmann, Joseph. — Reichenberg, Znaim. Brünn. 1831. 1850.
2Er war mehr Guitarren- und Zithernmacher, hat aber doch einige Geigen gemacht und galt als geschickter Reparateur. Er siedelte um 1850 nach Brünn über, wo Johann Kliment später sein Nachfolger wurde.
4Joseph Kratschmann Geigen u. Guittar Macher in Reichenberg Anno 1831
6Joseph Kratschmann, Geigen u. Guittarenmacher in Znaim Anno 1840.
8Kratz, Jos. Eduard. — Montabaur. Geb. in Hillscheid (Rgb. Wiesbaden) 1864.
9Sohn und Schüler von Peter Paul Kratz. Begründete unter der väterlichen Firma im Jahre 1888 sein Geschäft in Metz und siedelte 1896 nach Montabaur über. Er arbeitet nach dem Stradivari-Modell, wobei er die Wölbung nach einem eigenen Kreissystem herstellt. Sein Hauptstudium ist der alte Cremoneser Lack, und er ist nach vielfältigen, durch 10 Jahre fortgesetzten Untersuchungen der Ansicht, dass weder der übliche Oel- noch der Spirituslack dabei in Frage kommen können. Er wendet daher einen selbstgefundenen Lack an. Dass er ausübender Geiger ist, kommt ihm als Geigenmacher sehr zu statt. Er besitzt mehrere silberne Ausstellungsmedaillen.
11Kratz, Peter Paul. — Hillscheid. Koblenz. Geb. 1825, † 1893 in Metz.
12Schüler von Echinger in Würzburg, später von Lemböck in Wien. Er liess sich erst in Hillscheid, dann von 1879—1886 in Koblenz nieder; zuletzt zog er zu seinem Sohne nach Metz. Ein tüchtiger Meister, der still wirkend sich namentlich als Reparateur Verdienste erworben hat.
14Kratzschmann s. auch Kretzschmann.
16Kraus, Anton.
17Sein Name findet sich mit der Jahreszahl 1805 in einer Geige, die Innsbruck als Wohnort angibt. Die Geige hat aber einen so ausgesprochen vogtländischen Charakter, dass ich glaube möchte, sie sei die Arbeit eines Markneukirchners gewesen, der nur Innsbruck als Ursprungsort angegeben hat, wie viele Andere Absam, Cremona etc.
19Kraus, Johann Adam. — (Mark)Neukirchen. Geb. 14. Juni 1764, † 4. Febr. 1815.
20Guter Vogtländer Geigenmacher. Schwager des Geigenmachers Kessler und Urgrossvater (mütterl.) von Herm. Ad. Kessler in Wiesbaden.
22Kraus, Martin Johann. — Enns. 1804.
23(Der Name kann auch Knaus gelesen werden.)
24Seine Geigen sind leidlich gut gearbeitet, haben gutes Deckenholz, aber viel zu hohe Wölbung.
26Krausch, Georg Adam. — Wien. 1802.
27Seine Werkstatt befand sich in der Stadt No. 1121, und am 12. März 1802 legte er als Geigenmacher den Bürgereid ab. Er dürfte später nach Iglau übersiedelt sein, wo noch 1828 ein gleichnamiger Geigenmacher vorkommt.

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