Scan 379
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1sind die Merkmale seiner Geigen. Er handelt auch mit alten Geigen und hat ein lebhaftes Exportgeschäft nach Nordamerika.
3RICH. KRÜTTNER.
4fecit Pilsen, 1899.
6Krug, J. A., hat ein Geigengeschäft in Detroit (Michigan).
7Krumer s. Kramer.
8Krupp, Pierre. — Paris. 1777. 1791.
9Er wird zwar als Lautenmacher bezeichnet und wohnte Rue St. Honoré, ist aber nur als Harfenmacher bekannt.
10Kruse, D. — Homburg v. d. H. 1800.
11Als Geigenmacher war er ohne Bedeutung, doch sollen seine Guitarren sich eines gewissen Rufs erfreut haben. Eine solche (ohne Datum) besitzt C. Claudius in Malmö.
12Kruziński, Pawel. — Warschau. 1898. 1902.
13Schüler von Schünemann. Um 1898 machte er sich in Warschau selbstständig. Seine Geigen sind sauber gearbeitet.
14Kuchlbauer, Johann. — Aach (Baden). 1852.
15Unbedeutender Geigenmacher aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
16Kühle, Karl. — Wien. 1821.
17Ein Tischler, der auch Musikinstrumente, namentlich aber Harfen machte.
18Kühltreiber, Gustav, lebt in Wien als »Streichinstrumentenerzeuger«.
19Kühnel, Franz, als Geigenmacher in Schönbach b./E. thätig.
20Küntzel, Lorenz. — Breslau. Berlin. Geb. 28. April 1789 in Hof, † 1864 in Berlin.
21Ursprünglich war er Klaviermacher und arbeitete als solcher bei Rosenkranz in Dresden und Streicher in Wien. Von da ging er nach Italien, wo er bei einem Meister Namens Zesserini (?) das Geigenmachen erlernt haben soll. Später arbeitete er bei Strnad in Prag und Fichtl in Breslau und eröffnete um 1820 in der letztgenannten Stadt seine eigene Werkstatt als Geigenmacher.* Nach 1858 siedelte er nach Berlin über und erhielt für eine dem Kronprinzen überreichte Geige den Titel als Hofinstrumentenmacher. Sein Modell ist sehr flach mit ziemlich breitem Rand. Im Deckenholz treten die Jahre meist dunkel hervor; der Lack ist hellgelb oder rothbraun, die Arbeit sauber und gewissenhaft. Er legte grossen Werth auf schönes, möglichst altes Holz, hat aber doch auch mittelmässige Geigen gemacht. Im Jahre 1862 stellte er in London sein in den Jahren 1833—1857 gebautes Quintett, für das er 2000 Thaler forderte, aus, das aber von Vuillaume nicht sehr günstig beurtheilt wurde. Sein besonderes Studium verwendete er auf die Mensurverhältnisse und hatte die Absicht, ein Lehrbuch des Geigenmachens gemeinschaftlich mit dem Geigenkenner Major Reich zu bearbeiten. Beide sind aber vor der Ausführung dieses Plans gestorben. Er hat im Ganzen an 110 Violinen, 5 Bratschen und 4 Violoncelli gemacht.
23Künzel (Künzl), Johann. — Znaim. Geb. 1825 zu Schönbach b./Eger.
24Er trat mit 12 Jahren bei Joh. Himmer in die Lehre, wurde mit 15 Jahren Geselle und ging 20 Jahre alt »in die Fremde«. Er trat zunächst bei der
26*) In den Breslauer Adressbüchern ist er nur von 1832—1843 nachweisbar.
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