Scan 389
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Laske, Josef Anton. — Prag. Geb. am 18. März 1738 in Rumburg*), † 30. Nov. 1805 in Prag.
2Schüler von Jac. Kolditz und Th. Hulinzky. Er arbeitete dann in Dresden, Berlin, Wien und Brünn. Aus der Fremde zurückgekehrt, machte er sich 1764 auf der Prager Kleinseite ansässig, wo er Malteserplatz No. 474 -bei der goldenen Schlange- wohnte; 1765 erlangte er das Bürgerrecht. Am 6. Mai 1766 heirathete er Elisabeth Vogl († 1768) und ging 1779 eine zweite Ehe mit Ludmilla Libicky ein. Ausser sehr guten Geigen baute er auch Pochetten, Violen d’amour, Harfen und Mandolinen. Der Name kommt auch Laschke, Lasche oder auch Láška geschrieben vor. In Böhmen und Polen stand er in höchstem Ansehen bei den Geigern, die (nach Fétis) seine Instrumente denen der Italiener vorgezogen haben sollen. Auf dem Chor der Braunauer Stiftskirche befindet sich von ihm eine Geige von 1765 (1775?). Das musikhistorische Museum von Paul de Wit in Leipzig besitzt eine schöne Taschengeige von ihm.
4Josephus Laske
5Lauten u Geigenmacher in Prag Anno 1780
7Josephus Antonius Laske
8fecit Pragae anno 1755.
10Josephus Laske Lauten- und Geigenmacher in Prag 1765
12Laskovsky, Ignatius. — Hamburg. 1790.
13Ein Instrumentenmacher, der am 19. März 1790 Bürger wurde.
15Laub, Hermann. — ? 1783.
16Der Name war nur unsicher, der Ort gar nicht zu lesen, die Violine dunkelbraun lackiert, jedoch nicht schlecht.
18Laumann, Robert. — Budapest. Geb. in Budapest 1870.
19Schüler von Ferd. Brückner, ging nach beendet Lehrzeit, um sich weiter auszubilden, für fünf Jahre nach Deutschland und begründete 1895 seine eigene Werkstatt. Er arbeitet nur nach dem Stradivari-Modell und verwendet einen gelben Oellack. Seine Arbeiten wurden in Budapest 1896 und auf der Pariser Weltausstellung durch Medaillen ausgezeichnet.
21LAUMANN RÓBERT
22Budapest. 18________
24Laurent, Louis Sigismond. — Paris. 1774. 1789.
25Geigen von ihm kommen selten vor. Sie gehen auf italienische Vorbilder zurück und haben gelben Lack. Er wohnte Passage du Saumon und hatte das Schild: 'Au cytre allemand'. Theorben aus den Jahren 1774 und 1775 sind im Museum des Conservatoriums in Brüssel und aus der Sammlung Snoeck in Berlin. Ein C. Laurent, vielleicht sein Sohn, kommt 1806—1819 als Erfinder der Crystallflöten vor.
27Au Cy. Allemand
28Laurent luthier, passage du Saumont rue Monmarre près l’égout à Paris 1774.
30Au cytre allemand / Laurent maître luthier passage du Saumon rue Montmartre / à Paris 1775
32*) So berichtet Dlabač. Nach Mittheilung von Prof. D. Constantin Svorčík in Braunau gilt Laske, dort für ein Stadtkind und soll auch dort gearbeitet haben. Die Familie Laske soll von dem polnischen Adelsgeschlecht Laski abstammen. Er selbst schrieb sich auch Lasky, Laschke, sogar Lasche.
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