Scan 398
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1arbeitete meist nach Guarneri, aber auch nach anderen Meistern; der Ton seiner Geigen ist immer gut, nur der Lack nicht hervorragend. Er machte auch allerlei interessante Versuche und baute u. A. Geigen mit Cedernholzdecken, deren Ton recht weich gewesen sein soll. Er besass viele Medaillen und war Hof-Geigenmacher. Sein Nachfolger ist Haudek.
3Gabrielis Lemböck
4Vienna Anno 1846.
6Gabriel Lemböck,
7f. f. Hof-Instrumentenmacher, 1853.
9L'Empereur s. Treyer.
11Lenhart, Jos. Rudolf. — Leitmeritz. Geb. in Leitmeritz 1862.
12Schüler von Andreas Heinrich in Schönbach. Nach einer Studien- und Wanderzeit, die sich von 1877—1895 erstreckte, machte er sich in seiner Vaterstadt selbstständig und brachte es bald zu Ansehen, wanderte aber nach 1902 nach Amerika aus. Er arbeitete nach allen grossen italienischen Meistern, auch nach Stainer und besonders nach G. da Salò. Er benutzte bei den billigeren Geigen einen selbstbereiteten Spirituslack von goldgelber bis kastanienbrauner Farbe, bei den theureren einen goldgelben Oellack eigener Zusammensetzung, imprägnirte das Holz gegen Wurmfrass und gab den Geigen auch im Innern einen Grundlack. Er erhielt auf Ausstellungen goldene Medaillen. Ausser Geigen machte er auch gute Zithern. Seine Geigen sind vorzügliche Orchester-Instrumente.
14Lenk, Ant. und Vincenz, arbeiten als Geigenmacher in Schönbach b./E.
16Lenk, Wenz. — Frankfurt a./M. Geb. 1840 in Schönbach b./E., † um 1889. (Das Geschäft besteht noch.)
17Schüler von Kessler in Markneukirchen, arbeitete in Berlin, Breslau, Wien und München und liess sich zuletzt in Frankfurt nieder, wo er 1881 eine silberne Medaille erhielt. Er arbeitete nach Stradivari.
19Jos. Rudolf Lenhart
20Geigen- und Zitherbauer
21Leitmeritz Anno 1901
23W. LENK,
24Geigenmacher
25Frankfurt a. Main, 1881
27Lentz (Lenz), Johann Nikolaus. — London. 1803. 1807.
28Ein Deutscher, der angeblich aus Tyrol eingewandert war. Er war mit Bernhard Fendt befreundet und erhielt von diesem vermutlich erst Unterricht im Geigenmachen. Er brachte es zu bemerkenswerther Geschicklichkeit; verwendete gewöhnlich enggeflammtes Ahornholz und gebrauchte einen Lack, der dem von Dodd und J. F. Lott sen. zwar ähnlich, aber wenig durchsichtig ist.
30Leo, Camillo di, lebte im letzten Jahrzehnt des XIX. Jahrhunderts als Mandolinenmacher in Palermo.
32Leonardson. — Oerebro. 1884.
33Einige Geigen, die er nach Amati gemacht hat, sollen gut gelungen sein.
35*) Es giebt auch Zettel mit Medaillen-Abbildungen.
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