Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 404

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

22 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 382. See the scan on archive.org.

1Liebmann, Otto. — Klingenthal. Geb. 1855.
2Begründete 1879 die Handelsfirma Otto Liebmann & Co. und beschäftigt viele Geigenmacher seines Bezirks.
3Liehr, Gottl. — Prag. 1763. † 21. Aug. 1813 in Prag.
4Ein von Em. E. Homolka neu aufgefundener Prager Meister, der Jakubská ulice No. 673/I. wohnte.
5Liekw, Carl Wilhelm. — Hamburg.
6Erwarb am 26. April 1799 das Hamburger Bürgerrecht als »Instrumentenmacher«.
7Liessem, Remerus. — London. 1756. 1759.
8Er soll hauptsächlich Zithern gemacht haben; bekannt ist mir jedoch nur eine einzige Cistre von ihm, die sich in der Sammlung Loup befand.
9Light, Edward. — London. 1798. 1800.
10Er wohnte Foley Place und ist nur als Erfinder einer Harfenlaute bekannt geworden. Eine solche befindet sich in der Crosby-Brown-Collection (Metrop. Museum of Art in New-York) No. 1076. Dieselbe Sammlung besitzt ausserdem eine Harfengitarre von ihm (No. 1010). Eine Laute in der Sammlung Gautier.
11Lignamaro s. Legnamaro.
12Lignoli, Andrea. — Florenz. 1681.
13Er wird als Sohn des Giovanni L. bezeichnet, ist aber ziemlich unbekannt; auch de Piccolellis weiss nur den Namen anzugeben.
14Liharzik, Dr., stellte auf der Wiener Weltausstellung 1873 eine von ihm »auf mathematischen und selbst kabbalistischen Thesen basierte« Geige aus, von der man aber nie wieder etwas gehört hat.
15Lilly, James, ein englischer Geigenmacher, der um 1820 gelebt hat.
16Linarolo, Francesco. — Venedig. 1530.
17Stammte aus Bergamo und siedelte später nach Venedig über, wo er in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Streichinstrumentenmacher lebte.
18Linarolo, Giovanni. — Venedig. 1622.
19Sohn von Ventura, vielleicht auch dessen Schüler, im Ganzen aber nicht hervorragend.
20Linarolo, Ventura. — Venedig. 1577. 1591.
21Francesco's Sohn; abeitete bis gegen 1584 in Venedig, scheint dann 1585 für kürzere Zeit nach Padua übergesiedelt zu sein, kehrte aber bald wieder nach Venedig zurück. Er ist der Bedeutendste aus seiner Familie und nannte sich nach seinem Vater »Ventura di Francesco Linarolo«. Eine aus dem Jahre 1581 datirte Violine mit einer in den ersten Formen gehaltenen Schnecke und den charakteristischen F-Löchern besitzt Erzherzog Franz Ferd. v. Oesterreich-Este, eine herrliche Lira da Gamba vom Jahre 1577 Paul de Wit, eine Tenorgeige und Discantgamba sah man auf der Wiener Mus.-Ausst. (mit verschieden lauten- den Zettelinschriften). Wenn Valdrighi eine Viola da Gamba von ihm mit der Jahreszahl 1514 gesehen haben will, so scheint dies auf einem Lesefehler zu beruhen, de Piccolellis las den Namen ebenfalls unrichtig: »Venturino Linarelli«. Vgl. u. A. Hajdecki's treffliche Schrift: »Die Lira da Braccio« etc.

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