Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 438

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

17 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 416. See the scan on archive.org.

1Mayson, Walter H. — Manchester. Geb. 8. Nov. 1835 in Cheethwood, Manchester.
2Sohn von Mark Mayson und Elisabeth, der Tochter des berühmten Malers William Green. Schon als Knabe zeigte er ein besonderes Talent für Kunsttischlerarbeiten, machte allerlei Aeolsharfen, die er zu verbessern verstand. Er genoss eine vorzügliche Schulbildung und schrieb schon als Jüngling Gedichte und Theaterstücke, die zu grossen Hoffnungen berechtigten; doch bestimmte man ihn zunächst für die kaufmännische Laufbahn. Er trat bei der Firma J. und N. Phillips & Co. ein, und erst 1873 machte er seine erste Violine. Er verlegte sich nun mit grösstem Eifer auf das Studium des Geigenmachens und gab 1875 sogar sein Geschäft auf, um sich mit »Herz und Seele« dieser Kunst zu widmen. Er brachte es bald zu bemerkenswerther Geschicklichkeit, und schon seine ersten, berufsmässig ausgeführten Geigen (von flachem Modell) hatten einen ansprechenden, wenn auch nicht grossen Ton. Er machte rasche Fortschritte, Form und Handarbeit nahmen an Schönheit zu, der Ton vergrösserte und veredelte sich, und heute gilt er als einer der besten lebenden Geigenmacher Englands. Wenn er auch nie die Absicht hat, fremde Meister nachzuahmen, so nahm er doch das letzte Stradivari-Modell neben Amati und Guarneri zum Ausgangspunkt; er verändert daran, was ihm für die Spielweise der modernen Geiger nötig erscheint, und richtet sich nach dem Tonwerth des von ihm verarbeiteten, stets sorgfältig gewählten Holzes. So erhalten seine Violinen, Violen und Violoncelli ein eigenartiges Gepräge. Er hat bis jetzt an 750 neue Geigen gemacht, von denen viele auch in der äusseren Ausstattung hervorragen. Er ist auch wiederholt als Fachschriftsteller aufgetreten und hat u. A. werthvolle Beiträge für die Zeitschrift: »The Strad« geliefert. Seine Biographie mit Bild etc. ist in der genannten Zeitschrift von W. M. Groundwater (Juli 1892) und Meredith-Morris (Dec. 1899) veröffentlicht worden.
4Mazzotti, Jacopo. — Florenz. 1699.
5Er wird als Sohn eines Santo Mazzotti bezeichnet und war ein geschickter Lautenmacher.
7Meares, Richard. — London. 1669. 1677.
8Seiner Zeit stand er in hohem Ansehen, seine Arbeiten zeichnen sich durch geschmackvolle Einlagen und hübsche Schnitzereien aus. Im Selhof'schen Versteigerungsverzeichniss*) finden sich eine Geige, ein Violoncello und eine Viola da Gamba von ihm. Eine Gamba war auch 1872 in South Kensington ausgestellt, und ein gleiches Instrument besass der Sammler Dolmetch. Der gleichnamige Sohn Meares' hat auch einige Geigen gemacht, sich aber später einem anderen Berufe zugewendet.
10Meckum, Wilhelm. — Köln. 1870.
11Da er das Geigenmachen ohne Lehrer erlernt hatte und es erst später zu seinem Berufe machte, verrathen seine Violinen und Violoncelli fast stets die Hand eines Dilettanten.
13Med, Wenzel. — Jihlava-Iglau i./M. Geb. 1847 in Bonkov (Böhmen).
14Er erlernte in Wien ursprünglich das Tischlerhandwerk und unterstützt
16*) Der Name ist hier R. Mearens geschrieben.

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