Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 445

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

29 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 423. See the scan on archive.org.

1Meisel, Georg. — Klingenthal. 1729. 1735.
2Der Stammvater des Klingenthaler Zweiges seiner Familie und Begründer der heute noch bestehenden Firma «C. W. Meisel sen.»
4Meisel, Johann Christian Friedrich. — Klingenthal. 1771. † 1803.
5Sohn und Schüler von Johann Georg M. Er war Geigenmachermeister in Unterklingenthal und verlegte sich später fast ganz auf das Saitenmachen und wurde so der Gründer der Klingenthaler Saiten-Industrie.
7Meisel, Johann Georg. — Klingenthal. 1745. 1784.
8Angeblich ein Sohn von Carl Christian M. Einer der besten Klingenthaler Meister, der auch als Bürger in Ansehen stand und schon 1749 das Amt eines Richters bekleidete.
10Meisel, Oswald. — Liegnitz. 1880. 1881.
11Er stellte 1881 in Breslau neben Blasinstrumenten*) auch zwei Violinen aus.
13Meisel, Richard, geb. 30. Nov. 1857. Lebt als Streichinstrumentenmacher in Klingenthal.
15Meisel, Wilhelm. — Erlbach i./S. 1880.
16Einer Privatmitteilung zu Folge soll er sich als Instrumentenmacher eines gewissen Ansehens erfreut haben.
18Meisinger, Hans, gen. Ritter. — Augsburg. 1447.
19Einer der ältesten deutschen Lautenmacher, der freilich nur dem Namen nach bekannt ist.
21Meisner, Johann Friedrich. — Lübeck. Geb. um 1700 in Guben (Oberlausitz), † 1. April 1770 in Lübeck**).
22Seinen Geburtsort giebt er selbst ausdrücklich in einem Gesuch an, trotzdem war es nicht möglich, in den Gubener Kirchenbüchern von 1700—1720 auch nur den Hinweis auf das Vorkommen seines Namens zu finden, geschweige denn seinen Geburtstag. Er war Musiker (Geige und Flöte) und Violinmacher und kam auf der Wanderschaft über Schleswig-Holstein und Mecklenburg nach Lübeck, wo er sich 1734 um die Anwartschaft auf eine Rathsmusikerstelle bewarb, die er später auch erhielt. Am 12. October 1742 erwarb er das Lübecker Bürgerrecht und heirathete im selben Jahre eine geb. Donner und am 22. Juni 1752 in zweiter Ehe Magdalena Hanthorn, die Tochter eines Tuchmachers aus Sachsen. Er wird stets als «Violinmacher und Rathsmusikus» bezeichnet und war der beste Lübecker Geigenmacher des 18. Jahrhunderts. Seine Arbeit ist gut, erinnert in den Modellen an die Voigtländer Schule und verrät eine kunstgeübte Hand. Seine Geigen haben einen sehr guten, manchmal aber etwas scharfen Ton und sind meist dunkel lackirt. Eine Violine von ihm besitzt das Museum in Lübeck, einen grossen Bass die Lübecker Stadtkapelle.
24Melegari, Enrico Clodoveo. — Turin. 1860. 1888.
25Ein Geigenmacher, von dem ich Violoncelli, Bratschen und Violinen gesehen haben, die man als gute Mittelwaaren bezeichnen kann. Sein Bruder ist:
27*) Die er hauptsächlich macht.
28**) Begraben am 3. April 1770 in der St. Aegidienkirche.

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