Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 460

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

35 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 438. See the scan on archive.org.

1Molgedey, Johannes Rudolf. — Königsberg i./Pr. Geb. 1876 in Königsberg i./Pr.
2Er bildete sich durch Selbstunterricht zum Geigenmacher aus und begründete 1895 sein Geschäft. Er ahmt hauptsächlich Stradivari und Guarneri nach und wendet nur Oellack an, und zwar Grundlack und Farbe, die wenig Verwandtschaft mit einander besitzen, wobei er durch Gebrauch einer widerstrebenden Substanz die Verschmelzung beider Lacke zu hindern sucht. Er stellte verschiedene Versuche an, verwahrt sich aber entschieden dagegen, irgendwelche der ihm zugeschriebenen »Erfindungen« gemacht zu haben.
4Molia, Angelo. — Genua. 1758. 1760.
5Seine Arbeit ist nicht schlecht und sein Holz recht gut. Er bevorzugt ein kleines Modell.
7Molinari, Antonio. — Venedig. 1672. 1703.
8Ein Geigenmacher dritten Ranges, der meist grössere Geigen gemacht hat.
10Molinari, Giuseppe. — Venedig. 1737. 1763.
11Vielleicht ein Sohn von Antonio M. Er hat sich hauptsächlich der Lautenmacherei zugewandt, und man kennt verschiedene gute Mandolinen und Theorben von ihm. Solche besitzt auch das Museum des Pariser Conservatoriums.
13Molinari, José E. — Buenos-Ayres. 1890. 1895.
14Auf der Ausstellung in Chicago 1893 erhielt er für Geigen und Mandolinen eine Medaille und scheint bald danach verzogen oder gestorben zu sein.
16Mollenberg, Lorents. — Stockholm. 1814. 1824.
17Schwedischer Lautenmacher, dessen Arbeiten noch ziemlich häufig vorkommen. Die Sammlung Hammer besass von ihm vier Basslauten mit den Nummern 40, 80 und 82, eine besitzt auch Paul de Wit in Leipzig.
19Mollenhauer, E. R. — New-York. 1881.
20Erfinder einer »Schallverstärkung« für Streichinstrumente, die sich ebenso wenig wie alle anderen, ähnlichen Erfindungen bewährte und die er durch Anbringung doppelter Zargen bewirken wollte. Vgl. Valdrighi, »Gli Strumenti ad arco rinforzati del Sig. E. R. Mollenhaver«.
22Monachini, Francesco. — Neapel. 1725.
23Ein Mandolinenmacher von wenig Bedeutung.
25Monferrino s. Alegretti.
27Monfrini, Luigi. — Roma. 1810.
28Die wenigen Arbeiten, die man von ihm kennt, z. B. im Museum in Kopenhagen, sind nicht hervorragend.
30Mongel, A. — Turin. 1820. 1830.
31Wahrscheinlich ein Franzose; mindestens ist er seiner Arbeit nach aus der französischen Schule hervorgegangen. Seine Geigen sind sorgfältig gemacht, wenn auch nicht gross im Ton.
33Mongel, V. — (Mirecourt?)
34Geigen von Mirecourter Aussehen tragen den Brandstempel »V. Mongel Paris«. Das Modell ist eine oberflächliche Nachahmung Stradivari's.

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