Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 489

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

19 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 467. See the scan on archive.org.

1wo er bis Ende der siebziger Jahre ansässig blieb, und ging von da nach St. Petersburg. Er war ein sehr tüchtiger Meister, der nur leider bei Lebzeiten die verdiente Anerkennung nicht fand. Seine Geigen sind nach Stradivari gemacht, haben prächtigen Oel- lack und erinnern im Aussehen fast an Vuillaume's Arbeiten.
3Otto, Oskar Robert, geb. 16. März 1867 in Markneukirchen,
4Otto, Oskar Theodor, geb. 9. Sept. 1857 in Markneukirchen,
5Otto, Otto, geb. 26. Jan. 1871,
6sind jetzt als Geigenmacher in Markneukirchen ansässig.
8Otto, Wilhelm. — Düsseldorf. Geb. 13. August 1875 in Düsseldorf.
9Sohn und Schüler von Louis O. Zu seiner weiteren Ausbildung ging er von 1899—1900 nach Paris und arbeitet jetzt mit seinem Vater zusammen, dessen ebenbürtiger Nachfolger er einmal werden wird.
11Ottomanus. — Constantinopel. 1720.
12Es soll Bässe mit diesem Namen und Jahreszahlen um 1720 geben. Bei Valdrighi (4319) wird er erwähnt; dass man es hier mit einem eingeborenen Türken zu thun hat, erscheint doch fraglich.
14Ouvrard, Jean. — Paris. 1720. 1750.
15Schüler von Claude Pierray; geschworener Zunftmeister für 1743. Im Conservatorium zu Brüssel befindet sich ein Quinton, auf dessen Zettel er seine Wohnung »Place de l'Ecole« angibt. Mahillon liest den Namen unrichtig mit Duvrard. Seine Geigen sehen denen seines Lehrers nicht unähnlich, doch ist er viel schwerfälliger in der Form. Sein Lack ist von goldgelber Farbe, aber trocken und spröde.
17Owen, John William. — Leeds. Geb. am 28. Mai 1852 in Leeds.
18Ursprünglich für den Beruf eines Ingenieurs bestimmt, zwang ihn Krankheit seine Studien zu unterbrechen. Als gut geschulter Geiger kam er darauf, sich aus Liebhaberei mit dem Geigenmachen zu beschäftigen, und was er anfangs nur zur Zerstreuung that, ward ihm allmählich so zur Leidenschaft, dass er jede Gelegenheit benützte, sich weiter auszubilden. Er besuchte nicht nur in England, sondern auch in Frankreich die bedeutendsten Geigenmacher, überall Unterweisung suchend. Seine Mühe wurde von Erfolg gekrönt; seit 1884 hat er sich als Geigenmacher in seiner Vaterstadt niedergelassen und gilt jetzt als einer der Tüchtigsten seines Fachs in England. Meredith-Morris veröffentlichte in der Zeitschrift •The Strad• (Februar 1900) Owen's Biographie und Bildniss etc. und zollt ihm das höchste Lob. O. macht alle Arten von Geigen und arbeitet allein, da er keinen Gehilfen beschäftigt. Seine Arbeit ist tadellos; er besitzt ein eigenes Modell, ahmt aber auch Guarneri und Stradivari nach; auch sein Lack von gelber oder tiefrother Farbe ist recht gut. Seine Firma heisst »Amati-house«.

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