Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 496

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

30 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 474. See the scan on archive.org.

1Paquotte, Placide. — Paris. Geb. 1864 in Paris, † 1. Sept. 1900.
2Jüngerer Sohn und talentvoller Schüler von Jean Bapt. P. und Theilhaber des Geschäftes seines Bruders. Sein frühzeitiger Tod wird von denen, die seiner Entwicklung folgten, aufrichtig bedauert.
4Paquotte, Sébastien. — Paris. Geb. in Mirecourt 1800, † Paris 1863.
5Er kam gegen 1830 nach Paris, wo er sich in der Rue de la Harpe 51 selbstständig machte. Er galt als geschickter, wenn auch nicht hervorragender Geigenmacher. Später wohnte er in der Rue de l’Ecole-de-Médicine No. 20 in den Räumen, in welchen Marat von Charlotte Corday getötet wurde. Das Haus ist 1877 abgebrochen worden.
7Paraldic. —
8Ein einziges Violoncello, aus dem Besitze Vidal’s, mit der angeblichen Jahreszahl 1722, soll diesen Namen tragen. Ich glaube die Jahreszahl muss 1777 gelesen werden und der Name: (fait) «par Aldric».
10Pardi. — Paris. 1788.
11Wahrscheinlich ein Italiener, den man nur nach seiner Adresse (Rue St. Honoré 412) im Almanach kennt.
13Pardini, Bastiano. — Florenz. XVII. Jahrh.
14Seine Arbeit ist so ungeschickt, dass man glauben muss, er habe das Geigenmachen nur aus Liebhaberei betrieben. Sein Modell berechtigt auch, ihn für einen Zeitgenossen G. da Saló’s zu halten.
16Paris, Claude. — Paris. 1775. 1791.
17Seine Geigen ragen zwar nicht durch Tonschönheit hervor, sind aber oft hübsch ausgestattet; die Einlagen brachte er gerne in Zickzacklinien an. Sein Holz ist nicht sorgfältig gewählt, der Spirituslack von rothgelber Farbe. Er wohnte in der Rue du Roule-St. Honoré und dürfte vor 1816 gestorben sein, da in diesem Jahre sein Neffe Besitzer der Werkstatt war.
19Parisot, N. — Nantes. 1774. 1821.
20In den Listen des Bürgermilitärs von Nantes kommt er von 1774—1781 vor; in Geigen und Violen findet sich sein Zettel noch mit der Jahreszahl 1821. Seine Arbeit ist sauber und der Ton nicht schlecht.
22Parker. — Northampton.
23Das Selhof’sche Auctionsverzeichniss (Haag 1759) führt eine Gamba von «Parkel Dwelling Northamshire» auf. Es muss selbstverständlich Parker heissen, Dwelling wird lächerlicher Weise auch hier wieder als Familienname angesehen.
25Parker, Daniel. — London. Geb. um 1714. 1785.
26Vielleicht ein Schüler von Urquhart oder Pamphilon. Er machte fast ausschliesslich Violinen und kommt darin den Italienern sehr nahe. Namentlich darf sein feiner, schöner, nur manchmal zu dicker Oellack von leuchtendrother Farbe seiner Geschmeidigkeit wegen hervorgehoben werden.
28Partl (Bartl, Pärtl), Andre Nikolaus. — Wien. 1703. † 1763.
29Er soll der Sohn eines Christoph P. gewesen sein und wohnte im «Wübmer Viertel». Am 4. Juni 1703 legte er den Bürgereid ab und ist nach den Steuerbüchern im Jahre 1763 gestorben. Seine Werkstatt übernahm sein Schwiegersohn Maximilian Roiss. Er war ein geschickter Lautenmacher, von dem auf der Wiener Mus.-Ausstellung recht gute Arbeiten zu sehen waren.

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