Scan 501
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
19 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 479. See the scan on archive.org.
1Pauli.
3Aus der Sammlung Snoeck besitzt Berlin ein gleiches Instrument mit flachem Boden und einem geschnitzten Köpfchen (No. 494).
5Ant. Pauli Musicus instrumentalis
6In Tachau 1723.
8Pauli, Johann Gottfried. — Tachau. Geb. 14. Juli 1707 in Tachau, † das. 30. Dez. 1771.
10Sohn des Antoni und der Elisabeth P. Er war seit 3. Febr. 1732 verheirathet mit A. Barb. Dolhopf, Tochter des † Laurenz D. aus Tachau. Auf späteren Zetteln erscheint der Name Godefridus mit ie geschrieben. Seine Arbeit ist ganz ohne Kunstwerth.
12Pauli, Johann Karl. — Tachau. 1730. 1745.
14Wahrscheinlich ein Sohn von Antoni P. Er ist am besten in seinem Violen, die er oft recht hübsch eingelegt hat. Auch die Löwenköpichen am Wirbelkasten sind mit Geschick geschnitzt.
16Pauli, Joseph. — Linz a.D. Geb. um 1770, † 7. März 1846.
18Wahrscheinlich zur Tachauer Familie Pauli gehörend. Er erlangte am 17. März 1812 die Geigenmachergerechtigkeit 'ad personam' und das Bürgerrecht in Linz, wo er aber schon Jahre vorher nachweisbar ist. Er wohnte im Hause No. 101, jetzt Hofgasse No. 14, und war ein sehr geschickter Geigenmacher, der jedenfalls, seiner Arbeit nach zu urtheilen, auch in Wien gearbeitet hat. Er arbeitete nach Stainer und Amati und verwendete gutes Holz; sein Modell ist länglich, aber robust, der Lack rothbraun und glanzlos. Ein Violoncello von ihm aus dem Jahre 1799 besitzt das Stift St. Florian in Oberösterreich. Es kommen jedoch auch Geigen mit den gleichen Namen und so frühen Jahreszahlen vor, dass man annehmen könnte, dass schon der gleichnamige Vater Geigenmacher in Linz war, was sich jedoch urkundlich durchaus nicht nachweisen lässt.
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