Scan 515
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1in Augsburg und hat seither Jahr für Jahr eine Anzahl Geigen gemacht, die schnell ihre Liebhaber finden, da sie überaus sorgfältig gearbeitet und sehr gut im Ton sind. Er arbeitet nach Stradivari und Guarneri, verwendet schönes, altes Holz und einen guten gelben Lack, der neu vielleicht nicht so bestechend aussieht, gewiss aber im Alter an Schönheit zunehmen wird. Er ist mit Anträgen überhäuft und arbeitet jahraus jahrein mit zwei Gehilfen. Ich habe ihn als einen feinsinnigen, rastlos strebenden Künstler kennen gelernt, der die alten Meister gut kennt, und dem man auch eine werthvolle Monographie über die schwäbischen Geigenmacher von 1600 bis auf unsere Zeit verdankt.
3Pieri, Constantino, ein Italiener, der im XIX. Jahrh. in der Mitte der 60er Jahre lebte und Geigen flickte.
5Pieroni (Pierotti?), Luigi. — Gubbio. 1833. 1847.
6Wahrscheinlich ein Landmann, der sich im Winter mit der Geigenmacherei beschäftigte. Seine Geigen sind handwerksmässig gemacht und schlecht lackirt.
8Luigi Pieroni
9Feit in Gubbio 1833.
10geschr.
12Pierrard, Louis. — Brüssel. 1882. 1902.
13Schüler von Mougenot. Er begründete 1882 seine eigene Werkstatt und hat auf den Ausstellungen in Antwerpen 1894 und in Brüssel 1897 silberne Medaillen erhalten. Er ist Geigenmacher des kgl. Conservatoriums in Gent und veröffentlichte 1890 eine Broschüre: «Traité de Lutherie», und 1902 eine zweite: «Le Violin. Son histoire et son origine» etc.
15Pierray, Claude. — Paris. 1698. 1726.
16Einer der besten Vertreter der alten Pariser Schule, der, wie alle seine Zeitgenossen, nach italienischen Vorbildern arbeitete. Er wohnte in der Rue des Fossés-Saint-Germain-des-Prés und 1725 «proche la Comédie». Seine Geigen zeigen sowohl grosses als kleines Patron und meist hellrothen oder gelben Lack, der jetzt sehr nachgedunkelt erscheint. Das Holz ist gut, wenn auch oft unscheinbar, nur ungleich in den Stärkenverhältnissen. Der Ton ist immer kräftig, wenn auch nicht sehr ansprechend. Er stand schon bei Lebzeiten in hohem Ansehen und bildete eine Reihe tüchtiger Schüler aus. In Thomas Britton's Katalog liest man: «a violin by Cl. Pierray as good as a Cremona». Bessere Arbeiten von ihm werden jetzt von Liebhabern bis 1000 M. bezahlt, was freilich in keinem Verhältniss zu ihrem thatsächlichen Werthe steht. Da er sehr fleissig war, kommen seine Geigen nicht selten vor. Eine hübsche Gamba von ihm besitzt das Mus. d. Pariser Conserv. (No. 173), eine Geige von 1710 die Sammlung Snoeck (No. 526) in Berlin.
18CLAUDE PIERRAY, rue des Fossés Saint Germain-des-Préz a Paris, 1714.
20CLAUDE PIERRAY proche la Comédie à Paris 1725.
22Pierrot. — Lyon. XVII.—XVIII. Jahrh.
23Diesen Namen fand ich bisher nur bei Hart aufgeführt.
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