Scan 534
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Radler, Emil, war im XIX. Jahrh. in Schässburg (Segesvár) ansässig.
3Raeburn, John. — St. Andrews. Geb. 1833 in »Bungs of Cassingrae« (Schottland).
4Ein Grossneffe des berühmten schottischen Malers Henri Raeburn und selbst ein geschickter Maler und Dichter etc. neben seinem Berufe als Geigenmacher. Er war der Sohn eines Bergmanns und begann auch als solcher seine Laufbahn. Sein Vater war aber nebenbei ein tüchtiger Geiger und unterrichtete ihn frühzeitig im Violinspiel. So kam es bald, dass er sich für das Geigenmachen interessirte. Von Liebhabern ermuntert, wagte er seine ersten Versuche, und im Anfang der 60er Jahre machte er seine ersten Geigen. Eifriges Studium und eine angeborne Geschicklichkeit halfen ihm dabei; jetzt gilt er als einer der besten schottischen Geigenmacher und erhielt mehrere Ausstellungsmedaillen. Er benutzt verschiedene Modelle, hauptsächlich aber die des Stradivari und des Guarneri. Er arbeitet sorgfältig, macht im Jahre nur fünf Geigen und verwendet braunen oder goldgelben Oellack. Seine Biographie findet sich in »The Strad«, ferner in The People's Journal (16. Aug. 1902) etc.
6Raetzen, Daniel. — Hamburg. 1732.
7Eine Altviola aus der Boers'schen Sammlung im Rijksmuseum in Amsterdam trägt diesen Namen. In Hamburg liess sich ein Geigen- und Lautenmacher D. Raetzen nicht nachweisen. Gleichwohl gehört er zu den besten Hamburger Meistern und kommt den Italienern sehr nahe. Lack und Arbeit sind sehr schön.
9Raffaele s. Ravanelli.
11Raffy, J. — Avignon. 1893.
12Ist mir nur als Reparateur bekannt geworden.
14Ragona, Pietro. — Palermo. 1840.
15Siebensaitige Guitarren von ihm sind nicht schlecht gearbeitet, wenn sie auch keine bemerkenswerthe Meisterschaft bekunden.
17Ragus (Rogus?), Antoine. — Nantes. 1749.
18Der Name auf seinem Zettel in einer Violine war nicht sicher zu lesen.
20Rahm, Heinrich Hermann. Geb. 29. März 1846, lebt als Geigenmacher in Markneukirchen.
22Rahn, Wm. — Minneapolis (Minn.) Geb. 1859 in Friedrichroda.
23Schon als Kind erlernte er von seinem Vater, der ein Böttchermeister war und aus Liebhaberei die sogenannte Thüringer Waldzither anfertigte, das Zithermachen. Seit seinem achten Lebensjahre wurde er als Geiger ausgebildet und versuchte sich wiederholt als Geigenmacher, wobei ihm der sachkundige Beistand eines Markneukirchners nicht fehlte. 1882 ging er als Musiker nach Amerika; 1885 nahm er das Geigenmachen wieder auf und gilt jetzt als tüchtiger Reparateur. Er macht auch Harfen und betreibt einen Handel mit alten Geigen. 1900 besuchte er Deutschland wieder und kam dabei mit zahlreichen Geigenmachern in Beziehung.
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