Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 541

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

21 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 519. See the scan on archive.org.

1bekannt) gelebt, hat gute Lauten mit breiten Spanen gemacht. — Eine Laute von ihm befindet sich in der herzogl. Kunst- und Alterthümer-Sammlung auf der Veste Koburg.
3Raut, Jean. — Rennes (Bretagne). Geb. um 1719, † 1791.
4Nicht ungeschickt; die wenigen Geigen, die man von ihm kennt, zeigen zwar gutes Holz, gute Arbeit und roten Lack, sind aber plump in der Form und haben einen näselnden Ton.
6Rautmann, Carl. — Braunschweig. Geb. 7. Oct. 1818, † 16. Sept. 1895.
7Er liess sich 1845 als Geigenmacher in Braunschweig nieder, wo er später zum herzogl. Hof-Instrumentenmacher ernannt wurde. 1873 erhielt er auf der Wiener Weltausstellung ein Anerkennungsdiplom.
9Rautmann, Gustav. — Braunschweig. Geb. 1849 zu Braunschweig. Schüler seines Vaters Carl R. (von 1863–1869) und seit 1895 dessen Geschäftsnachfolger. Er dehnte das Geschäft weiter aus und arbeitet hauptsächlich nach Stradivari, auf Wunsch aber auch nach jedem anderen Modell, und wendet sowohl Oel- als Spirituslack an
11Rautmann, Hermann. — Magdeburg. Geb. 1853 in Braunschweig
12Schüler seines Vaters Carl R. Im Jahre 1877 übernahm er die Werkstat Ferd Haase’s und gilt heute als der beste Magdeburger Geigenmacher. Er arbeitet selbstständig nach italienischen Vorbildern, ist sorgfältig in der Ausführung und setzt seinen Lack nach eigenem Recept zusammen. Als Reparateur wird er sehr gelobt.
14Rauwolf, Sixtus. — Augsburg. Geb. um 1556, † nach 1619.
15Zu Folge des Augsburger Hochzeitsprotokolls erhielt der Lautenmacher Sixt Rauwolf am 27. Januar 1577 den obrigkeitlichen Consens, sich zu verheirathen. Der Eintrag lautet: Six Rauwolf und Margreth Schlaurin, weyland Sturms Lauttenmachers, seligen, nachgelaßne Wittib, bede Burgere; seyn Beystand Ulrich Rauwolf, Handelsmann, uff ihre saitten (d. i. ihr Beistand) Jeremias Sturm, Kistler. Wahrscheinlich war er Geselle bei dem Augsburger Lautenmacher Sturm und hat nach dessen Tode die Wittwe geheirathet. In einem Meisterregister von 1619 wird er noch angeführt und sein Alter auf 63 Jahre angegeben. Er wäre demnach um 1556 geboren. Er dürfte ein Verwandter des gleichzeitig lebenden bedeutenden Arztes, Botanikers und Orientreisenden Leonhard Rauwolf von Augsburg gewesen sein. Claudius in Malmö besitzt eine Laute mit 10 doppelten Saiten von ihm.
17Ravanelli (Raphanelli) (?). — Brescia. 1652. 1700.
18Sein Name steht nicht fest; Vidal nennt ihn ohne weitere Angaben Raffaele Nella, Andere kurz Raffaele oder Della Raffaele. In Brescia war nur eine Familie Ravanelli nachzuweisen, der u. A. der 1436 vorkommende Architekt G. B. Ravanelli angehört, weshalb es vielleicht erlaubt ist, anzunehmen, dass aus dem schlecht gelesenen Namen durch Trennung der Silben der sonderbare Rafa(el) Nella entstanden ist. Echte Geigen von ihm konnte ich nirgends erfragen, doch heisst es, dass er Maggini nachgeahmt, seine Arbeiten oft reich eingelegt und braun lackirt habe. Es wäre wünschenswerth, einen unbezweifelbaren Zettel von ihm kennen zu lernen.
20Ravenna, Gio. Battista, lebte als Geigenmacher im XIX. Jahrh. in Lavagna.

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.