Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 565

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

21 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 543. See the scan on archive.org.

1dass er, nachdem er die Schule verlassen hatte, in die Musiklehre kam. Je vertrauter er mit seinem Instrument wurde, desto lebhafter interessirte ihn dasselbe auch in seinem Bau. Er war aber zunächst Musiker geworden und lernte von 1880—1887 Künstlers Erdenwällen im Guten und Bösen kennen. Er kam in ganz Deutschland und der Schweiz herum, und überall, wo er Gelegenheit fand, von Geigenmachern etwas zu lernen, that er es, wenn er auch seine Absicht, bei einem solchen in die Lehre zu treten, zunächst nicht verwirklichen konnte. Endlich aber ward es ihm möglich, bei Schünemann in Schwerin einzutreten. Freilich blieb er dort nicht lange, weil er Gelegenheit fand, zu Hörlein nach Würzburg zu kommen. Da er mit guten Vorkenntnissen und einer angeborenen Handgeschicklichkeit ausgerüstet war und sehr fleissig arbeitete, wurde er schon nach zwei Jahren Gehilfe, arbeitete als solcher in verschiedenen besseren Geigenmacherwerkstätten und vervollkommnete sich mehr und mehr. Im Jahre 1892 machte er sich in Freiburg selbstständig. Er fing sehr klein an; da er jedoch äusserst sorgfältig arbeitet und Alles an seinen Geigen selbst macht, gelang es ihm bald, sein Geschäft in Aufnahme zu bringen und die Anerkennung weiter Kreise zu erlangen. Er besitzt mehrere Medaillen und ist, denn er dürfte wohl der einzige Schüler Hörlein's sein, jetzt wohl am besten in den Bau der »Ritterbratschen« (Viola alta) eingeweiht. Er besitzt tüchtige theoretische Kenntnisse, ahmt die Modelle Stradivari's und Guarneri's nach und verwendet schönstes Holz und Oellack. one of two readings
2dass er, nachdem er die Schule verlassen hatte, in die Musiklehre kam. Je vertrauter er mit seinem Instrument wurde, desto lebhafter interessirte ihn dasselbe auch in seinem Bau. Er war aber zunächst Musiker geworden und lernte von 1880—1887 Künstlers Erdenwallen im Guten und Bösen kennen. Er kam in ganz Deutschland und der Schweiz herum, und überall, wo er Gelegenheit fand, von Geigenmachern etwas zu lernen, that er es, wenn er auch seine Absicht, bei einem solchen in die Lehre zu treten, zunächst nicht verwirklichen konnte. Endlich aber ward es ihm möglich, bei Schünemann in Schwerin einzutreten. Freilich blieb er dort nicht lange, weil er Gelegenheit fand, zu Hörlein nach Würzburg zu kommen. Da er mit guten Vorkenntnissen und einer angeborenen Handgeschicklichkeit ausgerüstet war und sehr fleissig arbeitete, wurde er schon nach zwei Jahren Gehilfe, arbeitete als solcher in verschiedenen besseren Geigenmacherwerkstätten und vervollkommnete sich mehr und mehr. Im Jahre 1892 machte er sich in Freiburg selbstständig. Er fing sehr klein an; da er jedoch äusserst sorgfältig arbeitet und Alles an seinen Geigen selbst macht, gelang es ihm bald, sein Geschäft in Aufnahme zu bringen und die Anerkennung weiter Kreise zu erlangen. Er besitzt mehrere Medaillen und ist, denn er dürfte wohl der einzige Schüler Hörlein's sein, jetzt wohl am besten in den Bau der »Ritterbratschen« (Viola alta) eingeweiht. Er besitzt tüchtige theoretische Kenntnisse, ahmt die Modelle Stradivari's und Guarneri's nach und verwendet schönstes Holz und Oellack. one of two readings
4Romieux & Berney. — Genf.
5Musikinstrumentenfabrik, deren einer Inhaber Schüler von Pupunat war. Die Firma wurde unter dem Titel »Union artistique« 1893 gegründet und besitzt für ihre guten Leistungen bereits fünf Weltausstellungs- und sechs Schweizer Ausstellungs-Medaillen.
7Ronchetti, Domenico. — S. Valentino Reggio. 1760. 1769.
8Ein Geigenmacher dritten Ranges. Die leichte Ansprache seiner Instrumente ist wohl hauptsächlich eine natürliche Folge ihres Alters.
10Ronchini, Raffaello. — Fano.
11Ein Geigen- und Bogenmacher des 19. Jahrhunderts, der hauptsächlich als Reparateur einen gewissen Ruf besass.
13Rondani, Ernesto. — Turin. 1884.
14Seine Geigen sind ohne Eigenart und besondere Vorzüge.
16Rook, Joseph. — London (Carlysse). 1777. 1830.
17Vielleicht ein Schüler der Forster, an deren Arbeit seine Geigen erinnern.
19Ropiquet. — Paris. 1815.
20Orchestermitglied der Pariser Oper und Vater der Tänzerin Ropiquet, der aus Liebhaberei einige Geigen machte und mit seinem Namen bezeichnete.

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