Scan 585
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Schäffler, Joseph II. — Scharnitz. Geb. 21. Mai 1759, † nach 1792.
2Sohn des Joseph I. Sch. Ihm dürfte eine Geige mit dem nebenstehenden Zettel zuzuschreiben sein, die mehr an das Amati- als an das Klotz-Modell erinnert.
4Schafroth, Bernhard. — Wien. 1801. 1809.
5Er wohnte als Lauten- und Geigenmacher Stadt No. 150 und legte am 17. Juli 1801 den Bürgereid ab. Geigen von ihm kommen selten vor; sie sind, ohne hervorragend zu sein, nicht schlecht in der Arbeit; nur ist der Lack zu spröde und jetzt oft stark abgesprungen.
7Schaller, Adalbert. — Prag. Geb. 1793 in Prag (?), † 12. Aug. 1866.
8Wenn auch nach den Quellen die Annahme, dass er in Prag geboren sei berechtigt erscheint, so liegt es doch nahe, zu glauben, dass er aus Schönbach stammte. Von seinem Leben ist nur bekannt, dass er 1817 Marie Šimáček († 1855) heirathete. Er wechselte seine Wohnung ziemlich oft und wohnte vielleicht am längsten in der Neustadt, Štěpánská ulice No. 653, wo er noch 1828 zu finden war. Er scheint sich hauptsächlich mit dem Ausbessern alter Geigen beschäftig und keine Zettel in seine neuen Geigen geklebt zu haben.
10Schaller, Christian Traugott. — Markneukirchen. Geb. 9. Febr. 1816 in Brunndöbra, † 14. Mai 1889.
11Er war Geigenmachermeister, arbeitete meistens für die Handelshäuser seiner Heimat und verarbeitete die von Anderen angefertigten Bestandtheile. Einige wenige Geigen, die er zu seinem eigenen Vergnügen gemacht hat, be- weisen gleichwohl seine Geschicklichkeit.
13Schaller, Friedrich Wilhelm I. — Markneukirchen. Geb. in Brunndöbra bei Klingenthal. 1835.
14Er kam frühzeitig nach Markneukirchen und hat dort in einem arbeitsreichen Leben zahlreiche Geigen gemacht, freilich fast immer für fremde Rechnung, und arbeitet heute noch. Sein Sohn Friedrich Wilhelm II., geb. 7. Nov. 1865, arbeitet gleichfalls als Geigenmacher.
16Schaller, Heinrich Reinhold. — Löbtau bei Dresden. Geb. 22. März 1859 in Markneukirchen.
17Schüler seines Vaters Fr. Wilh. Sch. Liess sich 1896 in Chemnitz nieder und verlegte 1898 seinen Wohnsitz nach Löbtau. Er copirt Stradivari, Amati und Stainer und verwendet meistens einen gelbbraunen Spiritus-(manchmal auch Oel-)lack.
19Schaller, Ignaz. — Schönbach b./E. 1820. 1830.
20Als Geigenmacher nur ein geschickter Handwerker ohne jede Eigenart, was wohl daher kam, dass er von andern angefertigte Bestandtheile zusammensetzte. Zuletzt soll er sich ganz darauf verlegt haben, Geigen für fremde Geigenmacher vorzuarbeiten.
22Schaller, Johann I. — Schönbach b./E. 1826.
23Sein Modell weicht von dem bei den meisten Schönbacher Geigenmachern seiner Zeit gebräuchlichen so sehr ab, dass es wahrscheinlich ist, dass er längere Zeit auswärts, vielleicht in Prag bei Adalbert Sch. gearbeitet hat.
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- Schäffler, Joseph II.
- Schafroth, Bernhard
- Schaller, Adalbert
- Schaller, Christian Traugott
- Schaller, Friedrich Wilhelm I.
- Schaller, Heinrich Reinhold
- Schaller, Ignaz
- Schaller, Johann I.
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