Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 587

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

18 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 565. See the scan on archive.org.

1der aus enggeflammtem Holz besteht. Auffällig ist die tiefe Hohlkehle. Die F-Löcher sind Klotz nachgeahmt, und die Schnecke ist stark geschweift. Die Einlage ist 4 1/2 mm vom Rande entfernt, der Lack dünn und ohne Feuer. Seine Violinen haben folgende Maasse: Länge 355 mm, obere Breite 165 mm, mittlere Breite 107 mm, untere Breite 205 mm, Zargenhöhe oben 32 mm, Zargenhöhe unten 33 mm.
3Schantz, Johann. — Wien. 1780—1790.
4Er nannte sich „Bürgerl. Orgel und Instrument Macher“ und hat u. A. wohl Guitarren und Harfen, schwerlich aber auch Geigen gemacht.
6Schanz, Gustav, arbeitet als Geigenmacher in Brambach.
7Schedlich s. Schetelig.
8Scheffler, Louis, bezeichnet sich als „Musikwaarenfabrikant“ und hat sein Geschäft in Bukarest.
10Scheinlein, Johann Michael. — Langenfeld b./Erlangen. Geb. 1751, † nach 1794.
11Dritter Sohn und Schüler von Matthäus Friedr. Sch., der ihn schon im zwölften Jahre strenge zur Arbeit anhielt, auf seinen Reisen nach Tyrol etc. mitnahm und in die besten Geigenmacherwerkstätten führte, damit er dort noch etwas Neues lernen konnte. Er übertraf seinen Vater sowohl in der Genauigkeit seiner Arbeit, als auch an Verständniss und arbeitete seit 1780 nach dem grössten Stainermodell. Er nahm die Wölbung jedoch etwas flacher und erzielte einen vollen und angenehmen Ton. Er war schon bei Lebzeiten sehr geschätzt und erhielt für eine Violine vier Louisd’or. Vgl. die von ihm selbst herrührenden Angaben in Gerber’s Lexikon.
13Scheinlein, Matthäus Friedrich. — Langenfeld b./Erlangen. Geb. 1710, † 1771.
14Er war ursprünglich Musiker, tüchtiger Violinist und Harfenspieler und begann zunächst mit der Herstellung von Harfen. Seine sogen. Davidsharfen waren bald sehr beliebt. Da er gleichzeitig einen Geigenhandel betrieb, kam es von selbst, dass man ihm auch Geigen zur Reparatur brachte. Er wagte sich daran, und als ihm einmal gelungen war, einer alten Geige eine neue Decke zu machen, fand er Geschmack an der Geigenmacherei, er reiste nach Mittenwald, um einzukaufen und bei dieser Gelegenheit den dortigen Meistern ihre Kunst „abzusehen“. Er musste jedoch mehrmals die Reise wiederholen, bis es ihm gelang, ein zufriedenstellendes Instrument zu machen. Erinnern seine ersten Instrumente noch an seine Tyroler Vorbilder, so zeigen seine späteren und besseren Geigen ein originelles Modell. Der Ton seiner Geigen ist gut und in der Höhe scharf; nur hat er seine Geigen im Ganzen zu schwach gemacht. Er hinterliess sechs Kinder, von denen nur sein dritter Sohn die väterliche Kunst fortsetzte.
16Schelle (Schell), Sebastian. — Nürnberg. 1700. 1745.
17Schüler von Math. Hummel und der bedeutendste Nürnberger Lauten- und Geigenmacher seiner Zeit. Baron sagt von ihm in seiner Untersuchung des Instruments der Lauten (S. 97): „M. Hummel ist ein Lehrmeister des . . . Schelle gewesen, welcher bey ihm so viel gutes profitirt, dass er sich mit

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.