Scan 600
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
55 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 578. See the scan on archive.org.
1sein Modell ist hochgewölbt, hat schwungvolle Ecken, sein Lack ist sehr gut
2Die königl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin bewahrt von ihm eine sog
3Brettlgeige, die als die Geige, auf der Mozart als Kind spielte, überliefert worden
4ist. Am Wirbelkasten befindet sich ein schön geschnitzter Löwenkopf. Eine
5schöne Violine von ihm aus dem Jahre 1692 besitzt die Stiftskirche in Laufen,
6eine vorzügliche Viola d’ amore von 1716 und eine polnische Zither die Gesell-
7schaft der Musikfreunde in Wien, eine Viola d’ amore von 1700, eine Violine von
81703, eine von Schorn 1700 reparierte Violine und eine polnische Zither von 1700
9das Kärnthener Landesmuseum in Klagenfurt und ein Instrument von 1701 das
10städtische Museum Carolino-Augusteum in Salzburg. — Wenn J. Hart einen
11Jakob und einen Johann Schorn unterscheidet, so scheint ihm eine Verwech-
12lung mit Jakob Schrot untergelaufen zu sein. Da Schorn die meisten Zettel
13schrieb, haben sie einen oft wechselnden Wortlaut. Die beiden Vornamen
14scheint er erst angewandt zu haben, nachdem auch Johann Joseph Schorn in
15Salzburg arbeitete.
17Johannes Schorn fecit in
18Milln prope Salisburg 1689
19geschr.
21Joannes Schorn Salisburgensis 1701
22geschr.
24Joannes Schorn
25Salisburgi 1700
26geschr.
28Joannes Schorn
29reparavit 1703
30geschr.
32JOANN PAUL SCHORN,
33H. F. Muficus auch Lauten
34und Geigenmacher in Salz-
35burg. A'171.
37Schorn, Johann Joseph. — Salzburg. 1716.
381726.
39Ein Sohn oder Bruder von Johann Paul Sch., der vielfach mit diesem verwechselt wird.
40Schott, Carl Friedr. — Hamburg.
41Wurde als Instrumentenmacher am 11. Dec. 1789 Bürger.
42Schott, Martin. — Prag. 1680. 1682.
43Seiner Arbeit nach, scheint er in seinen Wanderjahren auch in Italien ge-
44wesen zu sein; namentlich werden seine Theorben, die er nach römischen Vor-
45bildern machte, geschätzt. Baron hebt ihn in seiner Untersuchung des Instru-
46ments der Lauten (S. 96) besonders hervor: »Doch ist . . . auch daselbst (in Prag)
47einer, Martin Schott genannt, wegen der Romanischen Theorben, die er vor-
48trefflich nachgemacht, sehr berühmt gewesen.«
49Schovánek, Wenzel, geb. um 1859, Schüler von Jos. Metelka,
50† 1879 als Soldat während der Occupation der Herzegovina.
51Schrader, G. Adolf L. — Bremen. 1870. 1902.
52Ein nicht ungeschickter Geigenmacher und tüchtiger Wiederhersteller alter
53Geigen, der von 1870—1901 als Leiter der Geigenmacherwerkstatt der Instru-
54mentenfabrik A. E. Fischer in Bremen angestellt war. Er hat dort viele
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.