Scan 622
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1im selben Jahre heirathete, mit der er drei Söhne, darunter den 1850 geborenen Componisten und Capellmeister Hans Sitt, und drei Töchter hatte. Seine Werkstatt befand sich 1848 in der Vel. Karl. ul. No. 184 und 185, von 1857—1859 auf dem Altstädter Kleinen Ring No. 144 und von 1860 an in der Anenská ul. No. 8. Er arbeitete nach Stradivari und Guarneri; seine Geigen sind dick im Holz und von vorzüglichster Durchführung. In Folge der zu starken Spannung des Bassbalkens ist der Ton seiner Geigen jedoch nicht sehr edel und nicht in allen Lagen gleich ansprechend. Seine Violoncelli haben einen grossen und vollen Ton. In seiner Handfertigkeit war er unübertrefflich und ein vollendet Künstler und fand schon bei Lebzeiten vielfache Anerkennung; auch Schebek und Hajdecky waren seines Lobes voll. Dass er einer der genialsten Reparateure war, sei schliesslich auch noch erwähnt, wenn er auch hier im Ton nicht das Höchste erreichte.
3Antonius Sitt
4ad formam Stradivari fecit Pragae 1862
6Antonius Sitt
7ad formam Petrus Guarnerii fecit Pragae 1863
9Skeffington, William Kirkland. — Glasgow. Geb. in Ayr 1845.
10Unter den vielen Schotten', die das Geigenmachen aus Liebhaberei betreiben, gehört er zu den talentvolleren. Die erste Anleitung schöpfte er aus Otto's bekannter kleiner Schrift.
12Skomal (Skommal), Georg. — Graz. 1805. 1816.
13Ein guter Lauten- und Geigenmacher, von dem es auch verschiedenerlei Guitarren giebt. Vielleicht der Vater von Niklas Skomal. Seine Arbeit erinnert in Einzelheiten an die Prager Schule. Ein Violon in verjüngtem Maassstabe von ihm besitzt die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
15Skomal, Nikolas. — Graz. 1800. 1820.
16Arbeiten von ihm werden als gute Orchesterinstrumente geschätzt und haben meist schönes Deckenholz; die Modelle sind ähnlich wie bei Georg Sk.
18Škopal, lebte im XIX. Jahrh. in Raab.
20Skoula, Joh. — Dresden. † um 1892.
21Er hatte seine Werkstatt Wallstr. 16 und arbeitete früher bei Joh. Dvořák. in Prag.
23Slaghmeulen s. Van der Shlagmeulen.
25Smid, Erhard. — Peissenberg (Bayern). 1433.
26Ein Instrumentenmacher, der alle Arten von Musikinstrumenten an'ertigte, vornehmlich aber als Orgelbauer berühmt war. Vom Herzog Ernst von Bayern wurde ihm seiner Kunstfertigkeit wegen Steuerfreiheit gewährt. Er baute u. A. die Orgel in der alten Marienkirche in München. (Vgl. Oefele, Script. rer. boic. Bd. II. S. 318.
28Smillie, Alexander. — Glasgow. Geb. 25. Jan. 1847 in Hallside.
29Er ahmt hauptsächlich das Stradivari-Modell, gelegentlich auch Guarneri nach und verwendet Whitelaw's Bernsteinlacke von röthlich-gelber oder dunkelorange Farben. Seine Arbeit ist sorgfältig, das Holz gut und die Einlage sauber. Er hat bisher über 120 Violinen, verschiedene Violen und ein Dutzend Violoncelli gemacht.
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