Scan 634
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Abgenommene zurückzuerhalten. Mag er damit auch viel Aerger gehabt haben, das Unglück seines Lebens war sein Conflict mit dem fürsterzbischöflichen Consistorium in Brixen. Es war die böse Zeit der Gegenreformation und Stainer wurde im Januar 1669 angezeigt, gemeinschaftlich mit dem Schneider Jakob Meringer lutherische Schriften verbeitet und sogar ketzerische Redensarten geführt zu haben. Ob die Klage überhaupt berechtigt war, kann heute kaum entschieden werden, genug, das geistliche Gericht verurteilte Beide. Sie sollten im Büssergewande mit Geissel und brennender Kerze in den Händen öffentlich abschwören, während die Bücher verbrannt wurden. Beide legten Berufung ein, und es spricht sehr für das, selbst von katholischem Standpunkte aus betrachtet, geringe Verschulden Beider, dass das weltliche Gericht sie nach Möglichkeit in Schutz nahm, so dass die Geistlichkeit auf Geissel und Kerzen verzichten musste. Die Bücher wurden verbrannt, aber Stainer sowohl als Meringer weigerten sich hartnäckig, abzuschwören. Nun zog das Consistorium die Saiten straffer an und verlangte die Verhaftung Beider, die leider auch bewirkt wurde. Stainer fügte sich auch diesem Gewaltact lieber, als dass er etwas gegen seine
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