Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 643

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

21 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 621. See the scan on archive.org.

1Saiten in Quinten gestimmt, eine Octave tiefer stehend als die Violine und in einem neuen G-Schlüssel, dem umgekehrten Violin-Schlüssel notirt. In der bisherigen Besetzung des Streichquartetts sind die vier verschiedenen Stimmen nur durch drei verschiedene Tonwerkzeuge vertreten. Die Violotta füllt nach Tonumfang und Klangfarbe diese bereits von Händel, Gretry, Spohr und Anderen empfundene Lücke zwischen Viola und Cello und ist Repräsentant der Tenorssimme. Auch ein Cellone hat Dr. Stelzner erfunden, eine Kniegeige, kaum merklich grösser (nur 2 cm länger im Corpus) als das Violoncell, mit vier Saiten in Quinten, und zwar eine Octave tiefer als die Violotta, also zwei Octaven tiefer als die Violine gestimmt und im Bass-Schlüssel notirt, wie die Töne klingen. Die Streichinstrumentenfamilie soll also künftighin nach Dr. Stelzner ausser dem Contrabass, dem mächtigen, unersetzbaren Fundament des Orchesters, bestehen aus drei G-Geigen, der Violine, der Violotta und dem Cellone, je um eine Octave in der Stimmung verschieden und den dazwischen stehenden, bisherigen zwei C-Geigen, der Viola und dem Violoncell. Es giebt bereits eine kleine Literatur für »Stelzner-Instrumente«. U. A. schrieb A. E. Gerspacher ein Streichquartett für Violine, Viola, Violotta und Cello, Felix Draeseke ein Streichquintett mit Violotta, und Arnold Krug, Fd. Behm, Otto Kaletzsch u. A. Streichsextette mit Violotta und Cellone. Im Orchester verwendete zuerst Max Schillings die Violotta, und zwar als Soloinstrument in seiner vieler Orts aufgeführten Oper »Der Pfeifertag« und in zwei Operwerken Stelzner’s, dem im Dresdner Hoftheater 1902 zuerst aufgeführten »Rübezahl«, sowie in dem Musikdrama »Swatowit’s Ende«, das seine Erstaufführung 1903 im Hoftheater zu Cassel erlebte, sind vom Verfasser die Violotta und das Cellone durchgehends als »gleichberechtigt und gleichbepflichtet« mit den übrigen Streichinstrumenten notirt und in mehrfacher Besetzung erfolgreich zur Verwendung gelangt. — Die endgültige Entscheidung über den Werth der Stelzner’schen Theorie bleibt der Zukunft vorbehalten.
3Stembersky, Hans Heinrich. — Prag. 1725.
4Ueber ihn ist bisher nur bekannt, was er selbst auf seinem Zettel, der sich in einer Violine befand, sagt:
6Hans Heinrich Stembersky
7Bass- und Geigenmacher in der Altstadt Prag 1725
9Stenkjöndalen, Knut Ellefsen. — Bó. 1897. 1900. one of two readings
10Stenkjöndalen. Knut Ellefsen. — Bó. 1897. 1900. one of two readings
11Er stammt aus Stenkjöndalen und nahm den Ortsnamen als Familiennamen an. Er ist ein geschickter Geigenmacher und macht hauptsächlich sogen. Hardanger-Geigen.
13Stentor, ein Mirecourter aus Vuillaume’s Schule.
15Stenzel, Carl Albin, geb. 9. Nov. 1858, und sein Bruder Carl August Stenzel, geb. 24. Sept. 1860, arbeiten in Markneukirchen als Geigenmacher.
17Stephaninus, Carolus, s. Stefanini.
19Stephannis, gen. Nepos. — Cremona. 1507.
20Ein von Valdrighi (3066) erwähnter Cremoneser Lautenmacher aus der vorclassischen Zeit.

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