Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 652

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

11 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 630. See the scan on archive.org.

1ist nicht bekannt; er wird wohl, wie es damals üblich war, sechs Jahre gelernt haben und scheint auch nach seiner Lehrzeit noch bei Amati geblieben zu sein; ja, man glaubt in einigen Geigen Amati's aus der Zeit vor 1667 die Hand Stradivari's deutlich zu erkennen.*) Da er 1667 heirathete, wird man auch in dieses Jahr seine Selbstständigmachung zu setzen haben. Dem entspricht auch die Thatsache, dass die ältesten Geigen, die seinen Namen tragen, zwischen 1668 und 1670 entstanden sind. Schon seine ersten Arbeiten verrathen seine seltene Begabung, aber er steht da noch ganz im Banne der Amati-Schule. Er war gewiss selbst ein trefflicher Geiger, und als solcher erkannte er, was den Amati-Geigen noch fehlte, und sobald er darüber klar war, begann er eigene one of two readings
2ist nicht bekannt; er wird wohl, wie es damals üblich war, sechs Jahre gelernt haben und scheint auch nach seiner Lehrzeit noch bei Amati geblieben zu sein; ja, man glaubt in einigen Geigen Amati's aus der Zeit vor 1667 die Hand Stradivari's deutlich zu erkennen.*). Da er 1667 heirathete, wird man auch in dieses Jahr seine Selbstständigmachung zu setzen haben. Dem entspricht auch die Thatsache, dass die ältesten Geigen, die seinen Namen tragen, zwischen 1668 und 1670 entstanden sind. Schon seine ersten Arbeiten verrathen seine seltene Begabung, aber er steht da noch ganz im Banne der Amati-Schule. Er war gewiss selbst ein trefflicher Geiger, und als solcher erkannte er, was den Amati-Geigen noch fehlte, und sobald er darüber klar war, begann er eigene one of two readings
4Stradivari 1719.
6Stradivari (Viola.)
8Versuche anzustellen, und 30 Jahre lang hat er versucht, bis er endlich fand, was er wollte. Man weiss, dass er einen fabelhaften Fleiss besass; es giebt aber aus der Werdezeit seiner Kunst doch nur verhältnissmässig wenig Geigen; er muss also alle, die ihm nicht voll entsprachen, wieder vernichtet haben. Man theilt sein Schaffen in drei Perioden ein: die erste setzt man von 1668—1686. Damals legte er auf die Schönheit des Holzes noch wenig Werth; wenn es nur gutes Tonholz war, war es ihm recht. Aber schon in dieser ersten Zeit sucht er das überkommene Amati-Modell zu verbessern; wenn er auch noch wenig änderte, so gab er doch bald der Schnecke eine schwungvollere Form und stach
10*) Auch die Geigen mit dem Zettel: Nicolai Amati alumnus* werden ihm zugeschrieben.

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