Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 657

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

9 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 635. See the scan on archive.org.

1Stradivari. one of two readings
3(no line here) one of two readings
4und hat den Anforderungen, die zu den Zeiten des Meisters an eine Geige gestellt wurden, auf das Beste entsprochen, muss aber freilich heutzutage durch einen stärkeren ersetzt werden. Die F-Löcher, deren untere Lappen stets ausgestochen erscheinen, sind in ihrem edlen Schwung unübertrefflich; die Hohlkehle ist 4 mm vom Rand entfernt und flach. Die Schnecke ist voll in der Form und nicht mehr so tief ausgestochen wie in der zweiten Periode. Am Boden befindet sich oben und unten ein Ahornstift (der zur Hälfte in die Eingräge gebohrt ist, um den Boden auf die Form zu heften. Der goldgelbe Grund-
6![Antonius Stradivarius, Cremona 1703. (Hamma & Co.)](https://i.imgur.com/3Q5z5QG.png)
8lack ist mit einem hellroten Lack überzogen und wirkt jetzt etwas bräunlich. Er ist von schönstem Feuer, weich und elastisch und hat die Eigenthümlichkeit, dass er heute noch, wenn man den Finger länger darauf ruhen lässt, den Eindruck der Hautlinien zeigt. Das Gesammtgewicht einer Stradivari-Violine beträgt ohne Wirbel, Griffbrett und Saitenhalter 260—275 Gramm. In der Hauptsache zeichnet sich das Modell durch die Verbreiterung des unteren Theils und eine relative Verengerung des mittleren Theils aus, was dem Ganzen ein elegantes Aussehen verleiht. Die Umrisse sind am Ansatz des Halses und beim Saitenhalter nur wenig gekrümmt und scheinen in der Mitte der (fast ganz

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