Scan 669
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
30 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 647. See the scan on archive.org.
1Tadolini, Ignazio. — Modena. Geb. 1797, † 1873.
2Bruder von Guiseppe T. Er machte nicht nur Guitarren, sondern auch Claviere, war aber am besten als Bogenmacher.
4Tängel (oder Tengel, auch Dengel), Joh. — (Mark-)Neukirchen. 1657. † 1670.
5(Nach Andern soll er noch 1702 gelebt und sich in Klingenthal niedergelassen haben.) Ein aus Danzig eingewanderter Geigenmacher, der die Tochter oder Wittwe eines voigtländischen Meisters, angeblich des Joh. Fried. Dörfl, heirathete und sich in Neukirchen oder Klingenthal dauernd niederliess. Es wird erzählt, dass er den Neukirchener Geigenmachern eine neue Art der Lackbereitung lehrte, die viel zum Aufschwunge der jungen Geigenindustrie des Voigtlandes beigetragen habe. Da die ältesten sicheren Vogtländer Geigen eine Beize unter der sonst mageren Lackschicht zeigen, scheint Tängel's Verfahren weniger im Lackiren als im Beizen bestanden zu haben. — In Danzig kommt noch 1763 ein Joh. Tängel vor.
7Tängel, Johannes. — Danzig. 1763.
8In einer leidlich guten Geige, von mittlerer Wölbung und etwas breitem Modell, fand sich dieser Name. Auch ein Händler in Nürnberg besitzt eine solche.
10Taffini s. Tassini.
12Tallinger s. Dalinger.
14Tanegia, Carlo Antonio. — Mailand. 1725. 1730.
15Ein Mailänder zweiten Ranges, der nur wenige Geigen gemacht hat und ein Nachahmer Grancino's war.
17Taffelli, Alessandro. — Mantua. 1619.
18Ein Lautenmacher aus Rom, der 1619 in Mantua das Privilegium erhielt, die Kunst, »Saiten für die Laute zu machen«, auszuüben. one of two readings
19Ein Lautenmacher aus Rom, der 1619 in Mantua das Privilegium erhielt, die Kunst, «Saiten für die Laute zu machen», auszuüben. one of two readings
21Tanhager, Paul. — Freyenstein, Oberwallsee (Oberösterreich). 1755.
22Eine Viola im Mus. Franc. Carol. in Linz trägt den Zettel:
24Tachinardi. — Cremona. 1690.
25Vidal ist der Erste, der diesen Namen erwähnt. Arbeiten von ihm sind nirgends nachweisbar, so dass der Verdacht aufkommen kann, dass der Name aus Taningand (Tanigardi) entstanden ist und der Wohnort willkürlich angenommen wurde.
27Taningard, Gio Giorgio. — Rom. 1735. 1750.
28Er wird gewöhnlich Tanigardi genannt, einer seiner Zettel giebt den Namen jedoch ausdrücklich »Taningard« an, so dass man an einen verwelschten deutschen Namen denken kann. Er steht wie die meisten Römer Tecchler nahe und verwendet braunrothen Lack. Seine Violoncelli sind recht gut. one of two readings
29Er wird gewöhnlich Tanigardi genannt, einer seiner Zettel giebt den Namen jedoch ausdrücklich «Taningard» an, so dass man an einen verwelschten deutschen Namen denken kann. Er steht wie die meisten Römer Tecchler nahe und verwendet braunrothen Lack. Seine Violoncelli sind recht gut. one of two readings
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