Scan 685
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Tiefenbrunner.
3Auch er verlegte sich fast ausschliesslich auf die Zitherfabrication, wie er auch ein trefflicher Zitherspieler war. Er besass viele Ausstellungspreise und erlag den Folgen der Influenza. Seine Wittwe setzt das Geschäft fort.
5Tiefenbrunner, Balthasar. — Mittenwald. 1825. 1855.
6In Bezug auf handwerksmässige Geschicklichkeit ist er seinen Mittenwalder Zeitgenossen ebenbürtig, hat aber ebenso wenig wie diese hervorstechende persönliche Eigenschaften. Seine besten Arbeiten fallen in die Jahre 1830—1850.
8Tiefenbrunner, Georg. — München. Geb. 1812 in Mittenwald, † 10. Oct. 1880 in München.
9Schüler von Kriner in Landshut. Mit einem Thaler in der Tasche kam er zu Fuss nach München und ward Gehilfe bei Engleder, bei dem er seine Ausbildung als Geigenmacher vollendete, worauf er in Augsburg die Meisterprüfung ablegte. Er heirathete die Tochter des Zithermachers Krenn, dessen Geschäft in der Sendlinger Gasse er 1842 übernahm. Dadurch wurde er veranlasst, sich mehr und mehr dem Zitherbau zuzuwenden, und es gelang ihm, aus dem damals noch recht armseligen Volksinstrument ein höheren musikalischen Ansprüchen genügendes Tonwerkzeug zu schaffen, so dass ihn der Componist Franz d. P. Ott geradezu den Vater der heutigen Zither nennt. Dazwischen machte er jedoch vereinzelt auch Geigen und war seiner sorgfältigen Aussbesserungen wegen recht beliebt. Er brachte sein Geschäft in Blüthe, wurde zum Hofinstrumentenmacher ernannt, zog sich aber schon 1875 vom Geschäft zurück, das seine Frau bis 1881 weiterführte und dann ihrem Sohne übergab.
11Reparirt
12Georg Tiefenbrunner
13in München 1856
15Georg Tiefenbrunner.
16Saiten-Instrumentenmacher in München 1847
18Tiefenbrunner, Georg. — Mittenwald. Geb. 1854 in München.
19Sohn (1. Ehe) und Schüler von Gg. Tiefenbrunner. Er machte sich 1876 in München selbstständig und verlegte sein Geschäft 1880 nach Mittenwald, wo er seitdem ausschliesslich die Fabrication von Zithern und eine Saitenspinnerei betreibt. Er besitzt mehrere Medaillen und ist nassauischer Hoflieferant.
21Tiefenbrunner, Georg Ferdinand. — Mittenwald. Geb. 19. Oct. 1757. 1780.
22Sohn und wahrscheinlich auch Schüler von Joh. Casp. T., mit dem und für den er fast ausschliesslich gearbeitet haben soll.
24Tiefenbrunner, Johann Caspar. — Mittenwald. 1750. 1769.
25Der beste Geigenmacher aus seiner Familie. Seine Arbeit ist recht gut, ob er nun Violinen oder Violen gemacht hat. Es soll auch einzelne Bässe mit seinem Zettel geben. Er schrieb seinen Namen häufig mit ff.
27Johann Caspar Tiefenbrunner, Lauten- und Geigenmacher von Mittenwald an der Jser 1768
28geschr.
30Tiefenbrunner, Korbinian. — Altötting. Geb. 14. Dec. 1836 in Mittenwald.
31Mitte der sechziger Jahre liess er sich in Altötting nieder und hat dort hauptsächlich Zithern, aber nur wenige Geigen gemacht. Da er keine ausreichende Beschäftigung fand, kehrte er in seinen Geburtsort zurück und arbeitet meist für die dortigen grossen Händler.
33Korbinian Tiefenbrunner aus Mittenwald Saiteninstrumentenmacher in Rep. Altötting 1866.
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- Tiefenbrunner, Balthasar
- Tiefenbrunner, Georg
- Tiefenbrunner, Georg Ferdinand
- Tiefenbrunner, Johann Caspar
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