Scan 715
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Vries, Dirck de. — Antwerpen. † um 1628.
2Er war Clavecinmacher; da aber die meisten seiner Fachgenossen auch Lauten etc. gemacht haben, mag er hier erwähnt werden.
4Vrint, P., begründete 1884 sein Geigengeschäft in London. Er ist auch ein guter Geiger und Violoncellist.
6Vuidard. — Paris. 1838.
7Schüler von Nicolas Simoutre in Mirecourt. Er hatte seit 1838 eine Werkstatt in der Rue Greneta No. 9 in Paris und war hauptsächlich als Guitarrenmacher geschätzt. Geigen von ihm kommen nur selten vor.
9Vuillaume, Claude I. — Mirecourt (Nancy?). 1625.
10Er erscheint als Pathe einer Tochter von François II. Médard in Nancy. Als seine Heimath wird Mirecourt ausdrücklich bezeichnet. Dies und der Umstand, dass er einem Lautenmacher den Liebesdienst erweist, berechtigt wohl zu der Vermuthung, dass auch er gleichen Berufs gewesen ist. Er ist also der älteste, bis jetzt bekannte Ahnherr der Familie.
12Vuillaume, Claude II. — Mirecourt. Geb. in Mirecourt 1772, † 1834.
13Er war mit Anne Leclerc (geb. 1767) verheirathet und ist der eigentliche Stammvater der berühmten Familie. Er hatte vier Söhne und eine Tochter; die Söhne wurden alle Geigenmacher wie ihr Vater. Solange sie noch bei ihm arbeiteten, wählte er für ihre Geigen die auch sonst in Mirecourt vorkommende Marke: "Au roi David" Paris die auf der Aussenseite des Bodens eingebrannt wurde.
15Vuillaume, Claude François I. — Mirecourt. Geb. um 1740, lebte noch nach 1770.
16Gewöhnliche Arbeit, dunkler Lack. Er war vielleicht der Vater von Claude Vuillaume.
18Vuillaume, Claude-François II. — Mirecourt. Geb. März 1807. 1862.
19Vierter Sohn und Schüler seines Vaters Claude V. Er gab das Geigenmachen frühzeitig auf und wurde Kirchenorgelbauer; seinen Sohn Sebastian liess er dagegen wieder Geigenmacher werden.
21Vuillaume, Jean. — Mirecourt. 1702—1759 (nach Anderen: 1700 bis 1740).
22Man hat ihn fälschlich für einen Schüler von Stradivari ausgegeben. Vidal sah eine Geige von ihm, deren Aussehen es wahrscheinlich macht, dass er nicht einmal eine Arbeit von Stradivari je gesehen hat; sie erinnerte am ehesten noch an das Maggini-Modell. Diese Geige war von gewöhnlichster Arbeit, die Reifchen durch einen gemalten Strich ersetzt; auch die F-Löcher waren hässlich und schlecht geschnitten. Der Lack war gelb, die Zargen bemalt und zu niedrig, dagegen die Schnecke hübsch geschnitzt. In welchem verwandtschaftlichen Verhältniss dieser Geigenmacher zu der berühmten Familie Vuillaume steht, ist nicht klargestellt.
24Vuillaume, Jean Baptiste. — Paris. Geb. 7. Oct. 1798 in Mirecourt, † 19. März 1875 in Paris.
25Sohn und Schüler von Claude V. Ihm verdankt die Familie Vuillaume ihren Ruhm. Er war kaum 19jährig, als er in die Lété'sche Werkstatt nach Paris berufen wurde, um dort für F. Chanot Geigen nach dessen neuconstruirtem
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