Scan 728
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Wettengel, Georg Victor Emanuel. — Markneukirchen. Geb. 1830, † 18. Nov. 1898 im Alter von 60 J. 8 M. 14 T.
2Sohn von G. A. Wettengel. Er war gelernter Tischler und Mandolinenmacher und beschäftigte sich wie sein Vater mit theoretischen Studien. Er war Lehrer an der Fachschule für Instrumentenmacher in Markneukirchen und veröffentlichte u. A. in dem Berichte der Fachschule 1883 eine 100theilige Construction des Geigenkörpers.* Er begründete 1854 eine von den Söhnen fortgeführte Fabrik, deren Hauptzeugnisse Guitarren und Mandolinen sind.
4Wettengel, Gustav Adolf. — (Mark-)Neukirchen. 1820. 1830.
5Von Hause aus war er Geigenmacher und hatte eine gute Schulbildung genossen, die ihn befähigte, ein umfassendes Lehrbuch für Geigenmacher herauszugeben, das lange als das beste in seiner Art gelten durfte und heute noch Werth hat. Er verlegte sich jedoch schon frühzeitig ausschliesslich auf das Bogenmachen und soll auch eine Saitenfabrik besessen haben.
7Wey, N. — Besançon. XIX. Jahrh.
8Ein Dilettant, der einige Geigen gemacht hat.
10Weynmann (Weymann, Weyemann), Cornelis. — Amsterdam. 1682.
11Obwohl er unter den holländischen Geigenmachern einen gewissen Ruf hat und oft genannt wird, war es mir nicht möglich, sichere Arbeiten von ihm kennen zu lernen oder nachzuweisen.
13Whitaker (Whittaker). — London. 1811. 1829.
14Eine Zeit lang war er mit Button verbunden; die Firma hiess damals Button & Whittaker. Beide scheinen hauptsächlich Händler gewesen sein, die Andere für sich arbeiten liessen. Die Violinen und Violoncelli, die Whitaker's Namen tragen, sind trotzdem nur mittelmässig. Die Einlage fehlt gewöhnlich, der Lack ist von rothbrauner Farbe.
16Whitcomb, W. B., lebt in Milwaukee.
18Whitelaw, James. — Glasgow. Geb. um 1850 in Johnstone.
19Zwar kein Geigenmacher, aber der Hersteller eines sehr guten, in England viel angewendeten Geigenlacks.
21Whitmarsh, E. — London. 1885. 1900.
22Geigenmacher und -Händler der Gegenwart, der schon 1885 für seine Geigen und Bratschen eine Bronze-Medaille erhielt.
24Wichterich, Peter. — Köln a./Rh. 1897.
25Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts in Köln ansässiger Reparateur.
27Wichy (Wicky), Joseph. — Bern. XVIII. Jahrh.
28Eine Zither mit zwei einzelnen und vier doppelten Stahlsaiten von ihm befindet sich im Musikhistorischen Museum in Stockholm.
30Wickström, Daniel. — Stockholm. 1782.
31Im Musikhistorischen Museum in Stockholm befindet sich als Geschenk von Carl Claudjus in Malmö ein Violoncell von ihm aus dem Jahre 1782.
33Widemann, Johann. — Wien. 1804.
34Es giebt einige grössere Guitarren mit seinem Namen, die er jedoch nicht selbst gemacht haben soll. Er war »bürgerlicher Tischlermeister und Harfemacher«, wohnte in der Leopoldstadt, Haupt- oder Taborstrasse No. 296, und machte Harfen »mit den von Wolfenau erfundenen Verbesserungen«.
36*) Auch H. Fischer, Prof. am Polyt. in Dresden, gab eine 100theilige Construction heraus.
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