Scan 742
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Zach, Carl. — Wien. 1886. 1896.
2Sohn von Thomas Zach und dessen Nachfolger. 1897 Carl Zach & Co., Commanditgesellschaft, griech. Hoflieferanten, Patentinhaber etc. Die Gesellschaft löste sich bald wieder auf, und J. Lutz übernahm den Instrumentenvorrath. Zach imprägnirte das Holz mit Harz, um ihm Nahrung zuzuführen, erzielte jedoch, wie viele Andere, damit keinen Erfolg.
4Zach, Franz. — Bukarest. 1872. † 1890.
5Er liess sich als Saiteninstrumentenmacher in Rumänien nieder und war ein Bruder und Schüler von Thomas Zach.
7Zach, Ignaz. — Wien. 1889.
8Der Erbe des guten Namens, aber nicht auch der vollen Kunstfertigkeit von Thomas Z.
10Zach, Karl. — Budapest. 1900.
11Wahrscheinlich identisch mit Carl Z. in Wien.
13Zach, Thomas. — Budapest, Bukarest, Szabadka, Fünfkirchen, Wien. Geb. 25. Oct. 1812 in Malé-Žiňany i./B., † 1. Jan. 1892 in Wien.
14Er war ursprünglich Müllergeselle, und er lernte erst in reiferen Jahren das Geigenmachen bei J. B. Dvořák und Sitt in Prag. Er kam dann zu Joh. B. Schweitzer nach Budapest, bei dem er viele Jahre thätig war, und dessen Nachfolger er später wurde. Natürliche Veranlagung und ernstes Streben liessen ihn zu einem besonders tüchtigen Meister heranreifen. Nachdem er 15 Jahre seiner Werkstatt vorgestanden, verkaufte er diese an J. Schunda und fing eine Kaffeevirthschaft an. Diese Thätigkeit befriedigte ihn aber doch nicht; nachdem er von 1863—1864 in Szabadka, von 1864—1865 in Fünfkirchen, von 1865—1872 in Bukarest gelebt hatte, siedelte er nach Wien über und kam auch hier bald zu Ruf und Ansehen. Auf der Wiener Weltausstellung 1873 erhielt er die Fortschrittsmedaille für ein Streichquartett nach Guarneri, das unbestritten als das beste erklärt wurde. Eine Neuerung fand sich am Saitenhalter, wo die Saiten durch vier der Saitenlage entsprechende Röhrchen geführt und durch Knüpfen befestigt wurden, was die Vibration regelmässiger machen sollte. (Etwas Aehnliches hat übrigens schon Spohr versucht.) Verheirathet war er mit Marie Swoboda aus Plánic.
16Zachar (Zachat, Zacher), Maximilian. — Breslau. 1730. 1770.
17Er verwendete ein grosses, hochgewölbtes Modell und meistens gelben Lack. Eine Viola d’amore aus dem Jahre 1730 mit hübsch geschnitztem Knabenkopf am Wirbelkasten befindet sich in Berlin in der kgl. Sammlung alter Musikinstrumente (No. 864).
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