Scan 81
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1nach Wien über, wo er in der Stadt No. 976 seine Werkstatt eröffnete und am 17. Aug. 1792 den Bürgereid ablegte. Seine Geigen sind gut gearbeitet, haben schönes Deckenholz; weniger schön ist der Boden, die Schnecke schwungvoll, aber nicht sehr sauber ausgestochen, die Wölbung von mittlerer Höhe, der Lack dunkel, spröde und undurchsichtig.
3Bohmann, Joseph. — Chicago III. Geb. 23. Okt. 1848 zu Neumarkt in Böhmen.
4Schüler seines Oheims. Machte sich zuerst in Böhmen selbstständig und ging um 1873 nach Amerika, wo er seit 1876 in Chicago ansässig ist. Seine Geigen fanden auch auf europäischen Ausstellungen Anerkennung. Heute besitzt er ein bedeutendstes Musikgeschäft in Chicago und fertigt hauptsächlich Geigen (nach allen italienischen Meistern) die er mit Bernstein-Oellack überzieht. Er besitzt auch ein eigenes Modell, das zwischen dem des Maggini und des Guarneri liegt. Er verwendet das zum Geigenbau sehr geeignete kanadische Gebirgsholz und baut auch vorzügliche Guitarren und Mandolinen und Bogen, an denen er am Frosch ein gut passendes Daumenloch anbringt.
6Boissart. — Paris. 1606.
7Lauten- und Geigenmacher, von dem nur wenig mehr, als der Name erhalten ist.
9Boiteux, Claudius. — München. 1786. 1799.
10Im Jahre 1786 liess er sich in München nieder und erhielt sehr bald die Arbeiten für die Hofkapelle, da man mit Gregor Sidtler nicht zufrieden war; er erhielt auch den Hoftitel und wird im Hofkalender für 1799 noch als Hof-Lautenmacher aufgeführt, er hat aber München schon Ende 1798 oder Anfang 1799 wieder verlassen. Geigen von ihm sind mir nicht bekannt geworden; er scheint hauptsächlich mit Ausbesserungen beschäftigt gewesen zu sein.
12Boivin, Claude. — Paris. 1730. 1754.
13Unter den Pariser Lautenmachern war er sehr angesehen und wurde geschworener Zunftmeister für 1752. Er nannte seine Werkstatt -à la guitarre one of two readings
14Unter den Pariser Lautenmachern war er sehr angesehen und wurde geschwornen Zunftmeister für 1752. Er nannte seine Werkstatt -à la guitarre one of two readings
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